Torgranate-Analyse

Spuckt Praforst SVU in die Suppe?

22. Januar 2021, 06:10 Uhr

Für Lukas Schwarze (links) und die SG Praforst ist die bisherige Saison fast ein einziges Hoch, während Andreas Roth mit der SG Dammersbach/Nüst in der A-Liga Hünfeld/Hersfeld noch immer auf den ersten Punkt wartet. Foto: Kevin Kremer

Durch Corona geht in den Fußballligen seit Ende Oktober nichts. Wie es weitergeht, steht in den Sternen. Dennoch blicken wir in unserer Torgranate-Analyse auf das Geschehene zurück und wagen einen Ausblick. Heute geht der Blick auf die A-Liga Hünfeld/Hersfeld.

Die Lage

Weil die Klassenleitung um Werner Scheffler auf Doppelspieltage verzichtet hatte, sind erst acht der 26 Spieltage verstrichen. Glück hatte die Liga, weil Absagen weitgehend ausblieben. Nur ein Corona-Verdachtsfall zwang Dammersbach/Nüst zweimal zum Aussetzen, entsprechend steht das Schlusslicht bei erst sechs Spielen. Mit 20 Partien hat Dammersbach noch die meisten zu absolvieren und damit trotz Miniliga ein Mammutprogramm vor sich.

Top

Unter Norbert Kallée erlebte der SV Unterhaun eine echte Glanzzeit, die den Verein bis in die Gruppenliga spülte. Lang ist’s her, doch nun verdient sich Sohnemann Fabian mehr und mehr den Ruf eines Top-Trainers. Langte es in Corona-Saison Nummer eins zu Platz zwei, sind die Wölfe bis zum jetzigen Zeitpunkt noch ohne Fehl und Tadel. Ärgster Verfolger ist, und das ist eine Überraschung, die SGPraforst: Steffen Wiegands Elf ist noch ungeschlagen, hat erst zweimal Remis gespielt. Die stete Entwicklung des Teams trägt mehr und mehr Früchte.

Flop

Bei Eiterfeld/Leimbach II ist immer was los: Nur zum Start gegen Unterhaun und zum Schluss gegen Wölf ging es bei zwei 0:1-Niederlagen besinnlich vor den Toren zu. Ansonsten lieferte sich die Gruppenliga-Reserve viele imposante Aufeinandertreffen: Die 3:5-Derbyniederlage gegen Ufhausen bleibt genauso in Erinnerung wie das wilde 4:4 gegen Soisdorf. Und was auch bleibt, sind die tollen Kulissen: Weil zwölf Teams dem Altkreis Hünfeld entstammen, gilt die Liga als so attraktiv wie Jahre nicht. Auf zahlreiche Spiele mit über 200 Zuschauern dürfen andere A-Ligen neidisch blicken.

In Erinnerung bleibt

Bei Eiterfeld/Leimbach II ist immer was los: Nur zum Start gegen Unterhaun und zum Schluss gegen Wölf ging es bei zwei 0:1-Niederlagen besinnlich vor den Toren zu. Ansonsten lieferte sich die Gruppenliga-Reserve viele imposante Schlagabtauschs: Die 3:5-Derbyniederlage gegen Ufhausen bleibt genauso in Erinnerung wie das wilde 4:4 gegen Soisdorf. Und was auch bleibt, sind die tollen Kulissen: Weil zwölf Teams dem Altkreis Hünfeld entstammen, gilt die Liga als so attraktiv wie Jahre nicht. Auf zahlreiche Spiele mit über 200 Zuschauern dürfen andere A-Ligen neidisch blicken.

Zahlenspiel

Gleich fünf Spieler dürfen sich mit der Tatsache rühmen, im Schnitt mehr als einen Treffer pro Spiel erzielt zu haben. Nico Gavos (Burghaun, alle 60 Minuten), Fabian Kallée (Unterhaun, 65 Minuten), Florian Völker (Praforst, 78 Minuten), Manuel Kröning (Burghaun, 80 Minuten) und Johannes Ebert (Praforst, 85 Minuten). Und es überrascht schon, dass Fabian Kallée, der Torjäger vom Dienst, weder in dieser Statistik noch in der Schützenliste insgesamt Platz eins belegt – sondern zweimal Nico Gavos. Apropos Gavos: Der erzielte gegen Dammersbach gleich fünf Tore in einem Spiel und legte dazu noch drei weitere auf. Burghaun siegte mit 8:0. Wölf gelang gegen Dammersbach das gleiche Kunststück – doch da durften sich gleich sieben verschiedene Spieler in die Torjägerliste einreihen.

Ausblick

Hätte die behördliche Unterbrechung im Spätherbst noch ein paar Wochen auf sich warten lassen, der Blick auf die Tabelle wäre noch lohnenswerter: Schließlich hätten auf Spitzenreiter Unterhaun die Topspiele gegen den Zweiten Praforst und beim Dritten Burghaun gewartet. Auch das Duell gegen den Vierten Wölf stand noch vor der Winterpause auf dem Plan. Läuft alles nach dem Willen des HFV, und werden zunächst die Spiele aus der Hinrunde nachgeholt, wird sich der SVU vielleicht schon da entscheidend absetzen können. Ganz unten ist Schlusslicht Dammersbach/Nüst zwar noch in Schlagweite auf die Konkurrenz, doch die Qualität der anderen Kellerkinder ist höher. Ein schwieriges Unterfangen, die Liga noch zu halten.

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