25.08.2019

Statt Topspiel ein torreicher Sommerkick

Gruppenliga: FT ohne sechs zu schwach

Benedikt Rützel war der Mann des Spiels, traf dreifach. Archivfoto: Max Lesser

Von der Papierform her versprach das Duell ein Leckerbissen zu werden. Doch gegen eine bestens aufgestellte Sportvereinigung waren die ohne ihre Stützen angetretenen Turner chancenlos. Die erste Saisonniederlage der Turner, während sich Hosenfeld für die erste Niederlage am Freitag rehabilitieren sollte.

Über einen zu kleinen Kader muss sich FT-Trainer Romeo Andrijaesevic wahrlich nicht beklagen, auch am Sonntag saßen immerhin fünf Spieler auf der Bank. Doch wenn mit Franz Voland (knöchener Bänderriss), Jan Schäfer, Sebastian Kress (beide Urlaub) und Timo Lofink (Aufbautraining)vier Säulen fehlen, dazu Alexander Scholz (Zerrung) und Carsten Seifert (Anriss des Sprunggelenks) nach nicht einmal zehn Minuten verletzt vom Feld müssen, ist das Qualitätsspielerpulver fast in Gänze verschossen.

Und wenn zusätzlich auch noch das mühselig zusammengesetzte Konzept mit Fünferkette und verdichtetem Zentrum ob der frühen Wechsel notgedrungen komplett über den Haufen geworfen werden muss, ist die Qualität in Summe nicht mehr Gruppenliga-Spitze, sondern Gruppenliga-Abstiegskampf.

Grösch ist beschäftigungslos

Doch auf dem Platz spiegelte sich das selten wider, vielmehr benötigte die Spvgg. genau drei gefährliche Abschlüsse für drei Tore bis zum Pausentee. Erst reichte ein langer Ball auf Rechtsaußen Benedikt Rützel, der sich gegen den kurzzeitig orientierungslosen Steffen Kollmann und den alt aussehenden FT-Keeper Sebasitan Hüter behaupten konnte. Tor Nummer zwei war hingegen ein Konter aus dem Lehrbuch, den die komplette Sturmreihe von links nach rechts hervorragend ausspielte: Paul Dimitri Mebouinz Bonny, Loic Djounang und am Rützel nutzten ihre im Kollektiv riesige Geschwindigkeit. Und als Djounang aus der Distanz noch vor der Pause das Spiel entschied, stellten die mitgereisten Hosenfelder Zuschauer fest, „dass wir ja heute richtig effektiv sind“. Nicht verhehlen wollten sie in ihrem entspannten Steintribünengespräch, „dass das ein komisches Spiel ist“. Eines ohne Tempo, ohne Spielkultur, ohne Intensität in Zweikämpfen. Ein echter Sommerkick in der Puma-Arena, in der die Gastgeber nur zu braven Kätzchen taugten.

Der zweite Durchgang glich dem ersten: Ganz wenige Abschlüsse auf beiden Seiten. Gäste-Keeper Christoph Grösch war in Gänze beschäftigungslos, während Hüter noch ein viertes Mal hinter sich greifen musste: Rützel traf zum dritten Male, als er nach einem neuerlichen langen Ball frei vor Hüter stand.

Die Statistik:

FT Fulda: Hüter – D. Möller, Auth, Santiago Marmol, Seifert (8. Kollmann) – Link – F. Möller, Scholz (5. Gropp), Sancho Gonzalez, Preusser – Zimmermann (64. Kircher).
Spvgg. Hosenfeld: Grösch – Wiesner (60. N. Erb), Gajic, Braun – Mouangue Mouangue (57. J. Erb), Chienteu Temgo, Müller (46. Gesang) – Lehmann – Rützel, Djounang, Mebouinz Bonny.
Schiedsrichter: Marvin Roos (Echzell).
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Benedikt Rützel (23.), 0:2 Benedikt Rützel (26.), 0:3 Loic Djounang (38.), 0:4 Benedikt Rützel (47.).

Autor: Johannes Götze

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