13.09.2018

Steinbach bittet die Barockstadt-Reserve zum Tanz

Verbandsliga: Trabert ist „verblüfft“ über die aktuelle Situation

Steffen Trabert (vorne) steht dem SV Steinbach nach seiner Rotsperre wieder zur Verfügung. Foto: Charlie Rolff

Das ultimative Spitzenspiel findet an diesem Wochenende in Steinbach statt. Die SG Johannesberg ist derweil fast schon zum Siegen gezwungen, wenn es nach Dörnberg geht.

SV Steinbach – SG Barockstadt II (Sonntag, 14.30 Uhr).

Wenn ein Derby gleichzeitig ein Spitzenspiel ist, können sich die Zuschauer meist auf ein interessantes Spiel einstellen. Der Steinbacher Mühlengrund könnte also am Sonntag wieder einmal sein ganzes Flair auspacken, hofft auch SVS-Kapitän Steffen Trabert: „Wenn es hitzig wird und das Spiel eng ist, kann sich bei uns schon ein Hexenkessel entwickeln. Man redet ja nicht selten von unserem berühmten Heim-Tor. Mit der großen Sandsteinmauer dahinter macht das schon etwas her. Außerdem hoffen wir, dass uns unsere Fans wieder tragen werden.“ Dass der SV Steinbach nach neun Spielen noch ohne Niederlage ganz oben steht, hätte auch er nicht vermutet. „Ich bin schon etwas verblüfft. Wir hatten einen Umbruch im Sommer, haben eigentlich nur junge und unterklassige Spieler geholt. Momentan haben wir aber das Glück auf unserer Seite“, meint der 30-Jährige, der nach seiner Rotsperre aus dem Spiel gegen Eichenzell wieder mit an Bord sein wird. Den kommenden Gegner hat Trabert dagegen von Anfang an auf der Rechnung gehabt, „schließlich haben sie bereits in den vergangenen Jahren immer eine gute Mannschaft gehabt. Mit den jungen Spielern, die bei Viktoria Fulda bestens ausgebildet werden, und den Abstellungen aus der ersten Mannschaft wird der vorhandene Stamm bestens verstärkt. Für uns wird das ein echter Gradmesser. Wir werden sehen, ob wir bei Spitzenteams auch mithalten können.“ Mit Sebastian Bott und Mateo Duvnjak kehren zwei weitere Alternativen in den Kader zurück.

SV Neuhof – TSG Sandershausen (Sonntag, 15 Uhr).

Zum Verfolgerduell empfängt der Tabellenfünfte SV Neuhof den Tabellenvierten TSG Sandershausen. Keine leichte Aufgabe also, das weiß auch Neuhofs Trainer Alexander Bär: „Wenn ein Aufsteiger auf dem vierten Platz steht, sagt das alles. Sie haben eine richtig gute Mannschaft, die sich auch nochmal ordentlich verstärkt hat. Außerdem leben sie momentan noch von der Aufstiegseuphorie“, meint der Übungsleiter. „Nichtsdestotrotz ist die Zielvorgabe zu punkten. Besonders in den Heimspielen müssen Punkte geholt werden, ansonsten ist es schwer in dieser Liga zu bestehen. Die nötige individuelle Qualität dafür haben wir, nun müssen wir diese noch mit den Grundelementen wie Laufbereitschaft und Kampfbereitschaft verbinden“, sagt Bär weiter, der seine Mannen am Dienstag nochmal gegen Bayern Alzenau (2:1) testen ließ. Personell kann der 47-Jährige am Sonntag wieder auf Gyorgi Zarevski bauen, der seine Grippe überstanden hat. Fehlen werden ihm definitiv Dogus Albayrak (verletzt) und Ondrej Caika (gesperrt), zudem ist Petar Krastov fraglich.

FSV Dörnberg – SG Johannesberg (Sonntag, 15 Uhr).

Beide Teams stehen mit dem Rücken zur Wand und haben erst sechs Punkte gesammelt. Besonders für die Ansprüche der SG Johannesberg viel zu wenig, die auch erst vier Tore geschossen haben. „Es ist ganz klar, dass das ein Sechs-Punkte-Spiel ist. In Dörnberg sind durch den Kunstrasenplatz besondere Gegebenheiten. Deshalb müssen wir Eier zeigen, müssen uns als geschlossene Einheit präsentieren und den letzten fehlenden Meter für den Anderen mitgehen“, fordert Johannesbergs Trainer Jochen Maikranz. Dabei muss er ohne Stürmer Jasmin Campara auskommen, der nach der roten Karten aus dem Sand-Spiel fehlen wird. „Wir hatten immer enge Ergebnisse in den vergangenen Spielen. Wir müssen nun versuchen, die Resultate in die andere Richtung zu kippen. Wenn wir einen Fabian Schaub oder Julian Ankert hätten, würden wir nicht über die aktuelle Situation diskutieren“, meint der Übungsleiter. Maikranz selbst hat sich durch die Spekulationen über seine Person nicht aus der Ruhe bringen lassen. „Die Trainingswoche verlief ganz normal und aus dem Umfeld habe ich auch positive Signale erhalten zu meiner Person“, sagt der 47-Jährige.

Autor: Tobias Konrad

Kommentieren

Vermarktung: