Hessenliga: Dreierpack gegen Flieden

Steinbach jubelt über Kvacas Traumabend

Tino Weingarten
29. September 2021, 19:30 Uhr

Jacob Müller (links) hatte gegen Pascal Manß und den SV Steinbach einen sehr schweren Stand. Foto: Charlie Rolff

Derbysieg für den SV Steinbach. In der Hessenliga bezwang der SVS einen Monat nach dem 2:2 im Hinspiel den SV Flieden mit 4:1 (1:1). Matchwinner auf Seiten der Gäste war Petr Kvaca, der drei Tore zum Erfolg beitrug.

Petr Kvaca sollte einen überragenden Tag erwischen. Und dann führen schon einmal Dinge zum Glück, die eigentlich verunglückt sind. Beim Ausgleich suchte der Stürmer eigentlich seine Kollegen, seine Flanke rutschte ihm allerdings vom Fuß und senkte sich hinter Lukas Hohmann ins Netz (31.). "Das war so natürlich nicht gezielt", musste Kvaca nach dem Spiel schmunzeln, "aber Glück gehört dazu und das ist heute endlich wieder nach uns zurückgekehrt."

Kvaca profitierte von Mit- und Gegenspielern zu gleichen Teilen. Bei der Entscheidung zum 3:1 startete Max Stadler stark zur Grundlinie durch und legte für den 31-Jährigen ab (71.), beim Treffer zum Endstand spielte Fliedens Niko Zeller ihm den Ball in die Füße - Kvaca umkurvte Hohmann und schob zum dritten Treffer des Tages ein (81.). "Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich das letzte Mal drei Tore gegen Flieden im Hessenpokal erzielt, vor drei Jahren. Das ist natürlich sehr schön heute", sagte der Mann des Tages.

Überhaupt war Steinbach, das kurz nach dem Seitenwechsel die Weichen auf Sieg stellte, als Michael Wiegand mit einem abgefälschten Schuss traf (50.), das bessere Team. Sobald Flieden die Mittellinie übertrat, attackierte die Mannschaft von Petr Paliatka den Gegner. "Wir haben gezeigt, dass wir Fußball spielen können", machte Kvaca klar. Die Hausherren fanden so überhaupt nicht ins Spiel, Torhüter Philipp Bagus wurde nur selten geprüft.

Schaub verletzt ausgewechselt

Knackpunkt im Spiel der Buchonen dürfte die 29. Minute gewesen sein, als sich Fabian Schaub im Mittelfeld eine Zerrung zuzog und ausgewechselt werden musste. Ambe-Peterson ersetzte ihn, konnte aber die Wucht, die Schaub auf das Feld bringt, nicht auffangen. "Das ist ein Fixpunkt, der uns da weg bricht. Das merkt man sofort, wenn er fehlt", sagte Fliedens Trainer Bardo Hirsch. Zwar war Flieden bis zu diesem Zeitpunkt selten torgefährlich aufgetreten, ein Bruch im Offensivspiel der Hausherren war allerdings zu erkennen.

Flieden fand zwar zu keinem Zeitpunkt wirklich ins Spiel, ging allerdings in Führung. Ein Steinbacher Eckball wurde zum Bumerang, Marc Götze startete in der eigenen Hälfte, vernaschte Fabian Wiegand und Sebastian Bott und netzte ins kurze Eck ein (21.). Sascha Rumpeltes hätte für eine Pausenführung sorgen können, frei vor Bagus schoss er den SVS-Schlussmann allerdings auf die Brust. "Heute mussten wir wieder zwei ersetzen, Fabi fällt aus, angeschlagene Spieler müssen spielen. Wir kommen da nicht raus und dann wird das einfach schwierig", sagte ein ernüchterter Hirsch.

Die Statistik

SV Flieden: L. Hohmann; Beladjel, Leibold, Kreß, N. Hohmann - Rumpeltes (71. Zeller), Hagemann - Müller (50. Birkenbach), Götze, Pfeiffer - Schaub (29. Ambe-Peterson).
SV Steinbach: Bagus; F. Wiegand, Bott, T. Wiegand (18. Neacsu), Hütsch - M. Wiegand, Uth - Stadler, Manß (84. Hofmann) - Halimi (77. Madzar), Kvaca.
Schiedsrichter: Marcus Rolbetzki (FSV Schröck).
Zuschauer: 250.
Tore: 1:0 Marc Götze (19.), 1:1 Petr Kvaca (31.), 1:2 Michael Wiegand (50.), 1:3 Petr Kvaca (71.), 1:4 Petr Kvaca (81.).

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