11.10.2018

SVN verbindet mit Tuspo ungute Erinnerungen

Verbandsliga Nord: Eichenzell bei Eintracht Baunatal in der Pflicht

Da geht's lang. Marco Lohsse will mit seiner SG Barockstadt II nach vier sieglosen Spielen wieder Dreifach punkten. Foto: Charlie Rolff

Geschlossen um 15 Uhr laufen die osthessischen Verbandsligisten am Sonntag auf. Vor allem der FC Eichenzell steht beim direkten Konkurrenten gegen den Abstieg in der Pflicht.

SG Barockstadt II – SC Willingen.

Während Coach Marco Lohsse unter der Woche im Urlaub weilte, lief der Trainigsbetrieb „vor allem wegen der vielen Verletzungen und beruflichen Verhinderungen eher durchwachsen ab“, sagt Barockstadts Co-Trainer Niklas Herget. Dennoch soll am Sonntag in Lehnerz nach vier sieglosen Spielen wieder ein Dreier her. „Bei den vergangenen Spielen waren auch Gegner wie Weidenhausen, Vellmar oder CSC Kassel dabei. Das sind alles gute Mannschaften, da kann es auch mal passieren, dass du nur einen oder keinen Punkt holst“, meint Herget weiter. Die personelle Lage war zuletzt mehr als angespannt, und auch am Wochenende entscheidet sich erst kurzfristig, ob aus dem Hessenliga-Team Unterstützung kommt.

SG Johannesberg – OSC Vellmar.

Von Außenstehenden wurden beide Teams vor der Saison wohl etwas stärker eingeschätzt. Dass der Vorjahresvierte und der Absteiger zum jetzigen Zeitpunkt als Elfter und Zehnter aufeinander treffen, mag viele überraschen. „Wir wollen Leistung und Ertrag aus den vergangenen Wochen fortführen“, lobt Johannesbergs Coach Jochen Maikranz den Aufwärtstrend. „Bei Vellmar sind noch einige Anpassungsvorgänge in vollem Gange, es ist aber damit zu rechnen, dass sich die Mannschaft noch nach oben arbeitet. Wir brauchen eine Bestleistung, um den Gegner zu gefährden“, weiß der Coach, der seinen Kapitän Alexej Rexius aufgrund privater Angelegenheiten ersetzen muss. Zudem sind einige Spieler angeschlagen, darunter Leistungsträger wie Radomir Vlk, Cino Schwab und Jasmin Campara.

GSV Eintracht Baunatal – FC Eichenzell.

Beide Aufsteiger liegen momentan punktgleich auf möglichen Abstiegsplätzen. „In den Duellen gegen direkte Konkurrenten haben wir immer gepunktet, da weiß die Mannschaft, worum es geht“, sagt Britannen-Trainer Heiko Rützel, der sein Team wie beim letzten Auswärtsspiel in Schwalmstadt (3:0) in der Pflicht sieht, dreifach zu punkten. Personell muss der Coach aber umbauen, so fällt Marko Madzar mit einer Bänderverletzung mehrere Wochen aus. Auch Abdullah Özsuvaci ist mit Innenbandproblemen im Knie fraglich. „Dennoch bin ich guten Mutes“, betont Rützel.

TSG Sandershausen – SV Steinbach.

Das tabellarische Spitzenspiel steigt in Sandershausen. Von den Meldungen, dass der Tabellenzweite eine unfaire Mannschaft habe, lässt sich SVS-Spielertrainer Petr Paliatka indes nicht beeindrucken. „Wenn es so ist, müssen die Jungs damit umgehen. Wir schauen nur auf uns und wollen wieder Punkte holen“, sagt der 34-Jährige. Dass die vergangenen Spiele eher weniger erfolgreich waren, stört Paliatka nicht: „Die Erwartungshaltung im Umfeld ist durch die erfolgreichen Spiele zu Saisonbeginn gestiegen. Das verstehe ich nicht, denn wir haben immer gesagt, dass wir nur oben mitspielen wollen.“ Nach drei Spielen in der letzten Woche gingen seine Jungs am Zahnfleisch, weshalb Paliatka froh ist, dass sich die Personallage etwas entspannt und Dominik Hanslik, Jan Ullrich sowie Kirche Ristevski zurückkehren. Steffen Trabert fehlt gesperrt.

Tuspo Grebenstein – SV Neuhof.

Neuhofs Erinnerungen an Grebenstein könnten besser sein: Am 15. Mai 2013, seinerzeit unter dem jetzigen Barockstadt-Coach Sedat Gören, stieg der SVN an einem Mittwochabend nach einem 0:0 beim Tuspo aus der Verbandsliga ab. Es war der letzte Abstieg der Truppe aus der Kaligemeinde, auch in dieser Saison sollte der Verein nichts mit den unteren Gefilden zu tun haben. „Wir müssen aber unsere Stürmerflaute beenden“, fordert Trainer Alexander Bär nach drei sieglosen Spielen in Folge. Die Einstellung einiger Spieler habe dem Coach zuletzt nicht gepasst, aufgrund der Kämpfe um Startelfplätze sei es auch zu Streitereien im Team gekommen. „Die Harmonie ist etwas verlorengegangen“, bestätigt Bär, der noch auf der Suche nach seiner besten Elf ist. / kol, tok

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