21.09.2019

SVS macht schwaches Dreieich stark

Hessenliga: Paliatkas Elf baut nach der Pause ab

Petr Kvaca und sein Team bauten nach der Pause ab. Foto: Charlie Rolff

Der SC Hessen Dreieich war für den SV Steinbach keineswegs ein übermächtiger Gegner, dennoch ging es für die Truppe von Petr Paliatka am Ende mit leeren Händen nach Hause. Der Hessenliga-Meister von 2018 gewann sein Heimspiel mit 3:1 (1:1).

Dass beide Mannschaften in der vergangenen Runde zwei Ligen trennten, war insbesondere in Halbzeit eins überhaupt nicht zu erkennen. Obwohl die auf sieben Positionen veränderten Hessen aus Dreieich um Spielkontrolle bemüht waren, war dem Regionalliga-Absteiger der Fehlstart in die Saison anzumerken. Auch die Führung durch Ex-Offenbacher Varol Akgöz gab keine Sicherheit: Fabian Wiegand konnte eine eigentlich harmlose Flanke nicht klären, der vor wenigen Tagen verpflichtete albanische U-21-Nationalspieler Anxhelo Mumajesi bediente Akgöz (21.).

Die Steinbacher Reaktion konnte sich aber sehen lassen. Petr Kvaca verpasste nach dem schönsten Spielzug des Spiels die prompte Antwort, als sich der Gast von hinten nach vorne kombinierte, Kvaca Luca Uths Flanke aber knapp verpasste (29.). Besser machte es der Tscheche nach einer Ecke von Leon Wittke, die die einzige Spitze des SVS mit aller Entschlossenheit per Kopf zum verdienten 1:1-Ausgleich verwertete (41.).

Zwei Szenen bezeichnend für die SVS-Pleite

Doch nach dem Seitenwechsel machte Steinbach die bis dato schwachen Dreieicher wieder stark. Die Gäste ließen sich immer weiter hinten rein ziehen, Entlastung nach vorne gelang der Paliatka-Truppe kaum noch. Und hinten wurden die Fehler eiskalt ausgenutzt. Zunächst ließ sich Dumitru Neacsu Mitte der zweiten Hälfte aus der Innenverteidigung rausziehen, Akgöz konnte den perfekten Schnittstellenchip auf Fabian Pfeifer spielen. Dieser traf erst den Pfosten, anschließend aber im Nachschuss zur erneuten Führung.

Noch ungeschickter stellte sich Neacsu eine Viertelstunde vor Spielende an, als der Neuzugang aus der A-Liga Ghani Wessam Abdul im Strafraum plump über den Haufen rannte, obwohl dieser den Ball gar nicht mehr unter Kontrolle hatte. Bezeichnend für das momentan fehlende Steinbacher Spielglück verwandelte Hessen-Kapitän Denis Streker den Strafstoß mit mehr Glück als Verstand, nachdem Daniel Heinrich den schwach getretenen Ball eigentlich schon entschärft hatte, die Kugel aber mit jeder Menge Effet über die Linie trudelte.

Heinrich verhinderte anschließend ein noch höheres Ergebnis, auf der anderen Seite hatte Joker Kubilay Kücükler bei einer verunglückten Flanke Pech, die an den Innenpfosten klatschte (90.+2). Dass Kvaca den anschließenden Rebound aus kurzer Distanz nicht im Kasten unterbrachte, war die zweite bezeichnende Szene des Abends.

Die Statistik:

SC Hessen Dreieich: Koob - Malkiewicz, Streker, Pitas (60. Talijan), Mladenovic - Alikhil, Abdul - Pfeifer, Burcu (63. Reljic), Mumajesi (69. Amiri) - Akgöz.
SV Steinbach: Heinrich - F. Wiegand, Bott, Neacsu, Uth (46. Gemming) - M. Wiegand, T. Wiegand - Koch, Dimitrijevic (56. Kücükler), Wittke (69. Manß) - Kvaca.
Schiedsrichter: Alessandro Scotece (SV Rot-Weiß Walldorf).
Zuschauer: 358.
Tore: 1:0 Varol Akgöz (21.), 1:1 Petr Kvaca (41.), 2:1 Fabian Pfeifer (67.), 3:1 Denis Streker (75., Foulelfmeter).

Autor: Steffen Kollmann

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