22.08.2018

SVS muss die Segel streichen

Hessenpokal: Hessenligist ließ nie Zweifel aufkommen

Einen Schritt schneller: Florian Heussner (links) hatte mit dem SV Steinbach und Mirco Bott leichtes Spiel. Foto: Kevin Kremer

Der KSV Baunatal hat am Mittwochabend seine Kräfte beim SV Steinbach gezeigt und dem Verbandsliga-Spitzenreiter keine Chance gelassen. Am Ende hieß es verdientermaßen 0:4 (0:3).

Als „gute Laufeinheit“ sah Paliatka das Spiel und traf den Nagel auf den Kopf. Bereits vor dem Anpfiff wurde beim Blick auf die Aufstellung klar, dass es für den SVS ganz schwer werden würde. Trabert, Faust, Kvaca, S. Bott, Koch, Manß, Hanslik, Gemming, Schaub und T. Wiegand. Was sich wie eine gestandene Mannschaft anhört, war im Endeffekt die Ausfallliste der Steinbacher. Dem KSV aus Baunatal, immerhin Vierter der Hessenliga, konnte somit nie wirklich Paroli geboten werden. „Ich kann niemandem einen Vorwurf machen. Mit Spielern aus der Reserve haben wir die Mannschaft heute ergänzt und ein Mario Göllmann hat das beispielsweise sehr gut gemacht. Leider konnten wir nicht lange genug die Null halten“, so Paliatka nach dem Spiel.

Von der ersten Minute an drückte Baunatal die Hausherren in die eigene Hälfte, spielte um den Strafraum bis sich letztendlich eine Lücke in der Defensive ergab. Nach sechs Minuten war es dann soweit, allerdings unter Mithilfe von Daniel Heinrich. Der Keeper spielte direkt in die Füße von Degenhardt, der die Flanke von links reinbrachte und Möller mit dem Kopf vollendete. Anschließend durfte auch der SVS am Spiel mitwirken, ohne dabei aber zwingend zu werden. Einzig ein Duvnjak-Schuss aus 45 Metern und ein Göllmann-Abschluss waren die Highlights im gesamten Spiel.

Baunatal erhöhte noch vor der Pause, als erst Joonhaeng aus 23 Metern einnetzte (20.) und Üstün es ihm kurz später gleichtat (33.). Spätestens jetzt war es nur noch ein besseres Vorbereitungsspiel. Ein Beispiel dafür: Michael Wiegand, der arbeitsbedingt gerade erst kam, durfte Alex Terentew in der Halbzeit ersetzen, der arbeitsbedingt wegmusste.
„Die Qualität des Gegners hat man am Platz gesehen. Ich bin trotzdem stolz auf das Team, wie es 90 Minuten verteidigt hat“, ist Paliatka dennoch zufrieden gewesen. Sein Gegenüber Tobias Nebe hatte sich „auf einen Pokalfight eingestellt, durch das frühe Tor haben wir aber schnell für klasse Verhältnisse gesorgt.“ Seine Mannschaft schraubte in der zweiten Halbzeit einige Gänge runter, traf nach 57 Minuten noch als Sattorov alleine auf Heinrich zulief und spielte anschließend das Ergebnis runter. Passend zum gesamten Abend machte auch das Mikrofon bei der Pressekonferenz Probleme und rundete somit den Tag ab.

Die Statistik:

SV Steinbach: Heinrich – F. Wiegand, Terentew (46. M. Wiegand), Paliatka, Ristevski (77. Helmschrot) – Duvnjak (68. Schäfer) – Göllmann, Ludwig, Milenkovski, M. Bott – J. Ullrich
KSV Baunatal: Bielert – Heussner, Geib, Borgardt, Joonhaeng – Üstün (60. Lee), Grashoff (60. Hartwig) – Möller, Pforr (55. Ludwig), Degenhardt – Sattorov
Schiedsrichter: Sebastian Betz (Bad Soden-Salmünster)
Zuschauer: 120
Tore: 0:1 Nico Möller (6.), 0:2 Cho Joonhaeng (20.), 0:3 Fatih Üstün (33.), 0:4 Rolf Sattorov (57.)

Autor: Tobias Konrad

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