07.07.2019

SVS setzt sich Torgranate-Krone auf - Fotos

Torgranate-Cup: Steinbach triumphiert beim fünften Cup

Hessenligist SV Steinbach (unten) sicherte sich den fünften Torgranate-Cup. Im Finale gewann der SVS 1:0 gegen Eichenzell. Foto: Charlie Rolff

Der Favorit ist seiner Rolle gerecht geworden. Beim fünften Torgranate-Cup sicherte sich Hessenligist SV Steinbach nach einem 1:0-Erfolg über Eichenzell den Titel. Eichenzells Ligakontrahent Flieden ergatterte derweil Rang drei.

Der goldene Treffer war Youngster Max Stadler vorbehalten, der nach einer halben Stunde auf und davon war und Britannen-Keeper Marcel Röder keine Chance ließ. Gütige Unterstützung erhielt der Neuzugang jedoch von Benedikt Müller, der nämlich Richtung Adrian Happe köpfen wollte, aber dies viel zu kurz tat. Der pfeilschnelle Stadler war es mit seiner Einwechslung, der für etwas frischen Wind im Spiel der Paliatka-Mannen sorgte, indem er immer wieder Eins-gegen-eins-Duelle suchte. Chancen auf beiden Seiten waren dennoch Mangelware, denn einzig Eichenzells Rudi Wasirow prüfte Daniel Heinrich per direktem Freistoß. "Blöd, dass wir durch einen solchen Fehler verlieren. Am Ende konnten wir nichts mehr nachlegen, weil unser Kader etwas klein war. Wir haben uns dennoch gut präsentiert. Für den derzeitigen Stand der Vorbereitung war die Leistung vollkommen in Ordnung", meinte FCB-Coach Heiko Rützel.

Steinbachs Trainer Petr Paliatka hingegen nahm die Veranstaltung ernst, dementsprechend taten es ihm seine Schützlinge gleich. "Das waren durchweg gute Gegner die hier waren. Die Beine waren zwar bei allen schwer, doch so ist die Vorbereitung eben. Wichtig war, dass wir uns gut bewegt haben und insbesondere in der Defensive sicher standen", sagte Paliatka. Mit den Gegenspielern von Siegtorschütze Max Stadler hatte der Übungsleiter schon während der Spiele Mitleid, "weil es einfach scheiße ist gegen Max zu spielen. Der ist so schnell, da kommst du nicht hinterher."

Die Buchonia aus Flieden sicherte sich im kleinen Finale Rang drei. Trotz einiger verletzungsbedingter Ausfälle im Laufe des Turniers und der kraftraubenden Hochzeit von Fabian Schaub am Vortag mobilisierten die Jungs aus dem Königreich nochmals alle Reserven und besiegten die SG Barockstadt II mit 1:0. Bereits nach drei Minuten markierte Neuzugang Leon Busch per Kopf den Siegtreffer. Wirklich spannend wurde es anschließend allerdings nicht, denn die SGB, die von Niklas Herget betreut wurde (da Marco Lohsse im Urlaub weilte), konnte letztlich nicht mehr die Power vom Turnierbeginn auf den Platz bringen und hatte dementsprechend wenig entgegenzusetzen. Als Fünfter lief FT Fulda ein. Im gruppenligainternen Duell gegen den FSV Thalau siegte die Mannschaft von Trainer Romeo Andrijasevic mit 4:3 nach Elfmeterschießen, nachdem sich beide Mannschaften auf ein direktes Shootout einigten.

Erstklassige Bedingungen

In der zuvor gespielten Gruppenphase setzte sich der SV Steinbach erwartungsgemäß in Gruppe B durch. Der Hessenligist war von Beginn an hellwach, brillierte vor allem in Spiel eins gegen den SV Flieden mit teils guten Spielzügen und schlug die Radic-Mannen verdientermaßen mit 2:0. Da konnte im anschließenden Spiel das 1:1 gegen FT Fulda locker verkraftet werden, da die Turner vorab gegen die Buchonia den Kürzeren zogen (1:2).

Spannender wurde es in Gruppe A. Der FSV Thalau war für die Verbandsligisten Eichenzell und Barockstadt II keine Hürde, weshalb das direkte Duell entscheiden musste. Der SGB-Reserve hätte ein Unentschieden für ein erneutes Finale gereicht, doch Eichenzell machte jenem Plan einen Strich durch die Rechnung. Beim 4:1-Sieg wurden die Fulda-Lehnerzer deutlich in die Schranken gewiesen und selbst der zwischenzeitliche Ausgleich brachte die stark aufspielenden Britannen nicht aus dem Konzept.

Das Drumherum war wieder einmal erstklassig. Die Sportanlage am Sauerbrunnen wurde von den Verantwortlichen der TSG Lütter hervorragend hergerichtet, sodass die knapp 350 Zuschauer neben zahlreicher fußballerischerer Ergüsse auch erstklassig verköstigt wurden. "Dass Lütter einen der besten Plätze in der Region hat, ist ja bekannt. Aber auch ansonsten waren alles sehr gut organisiert", meinte Rützel. Gegenüber Paliatka stimmte dem voll zu, zumal er gerne auch ein Auge auf die anderen Spiele geworfen hat: "Da nimmst du immer etwas mit. Es hat Spaß gemacht, weil auch das Zuschauerinteresse da war."

Die Ergebnisse und Kader der teilnehmenden Mannschaften gibt es hier.

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