13.03.2019

Szenario von 2015 soll vermieden werden

KOL Nord: Andreas Kurz bleibt Sorga/Kathus erhalten

Andreas Kurz möchte mit der SG Sorga/Kathus den Abstieg vermeiden und auch in der kommenden Saison Kreisoberliga spielen. Foto: Bernd Vogt

Andreas Kurz wird auch in der kommenden Saison die Geschicke bei Nord-Kreisoberligist SG Sorga/Kathus lenken. Nachdem der 33-Jährige 2017 das Amt des Spielertrainers übernommen und die SG direkt zum Aufstieg geführt hatte, steht momentan der letzte Platz in der Kreisoberliga Nord zu Buche. Dieser soll schnellstmöglich verlassen werden, um nicht wieder ein ähnliches Szenario wie bereits 2015 zu erleben.

Was waren letztendlich Deine Beweggründe für eine dritte Saison bei Sorga/Kathus?

Es macht mir einen unglaublichen Spaß hier. Zum einen spiele ich mit guten Leuten zusammen, zum anderen passt auch das ganze Drumherum hier. Ich habe direkt in den ersten Gesprächen, die Anfang des Jahres stattgefunden haben, signalisiert, dass ich gerne weitermachen würde. Es hat letztendlich nur an einer einzigen Sache gehakt, nämlich den Zusagen der Leute, die das Grundgerüst bilden.

Welche Spieler meinst Du?

Beispielsweise Rudolf und Alexander Görzen, Steffen Sieling, Jan-Henrik Röth oder Nikolai Kornder. Das sind Leute, die schon lange Jahre dabei sind und auch in der kommenden Saison dabei sein werden.

In Deiner ersten Saison als Spielertrainer stand der Aufstieg, jetzt dagegen befindet Ihr euch auf dem letzten Platz. Droht ein Szenario wie 2015, als Ihr erst aufgestiegen und sofort wieder abgestiegen seid?

Damals war ich als Spieler dabei und ich hoffe, dass es uns diesmal erspart bleibt. Aber auch ein Abstieg wäre kein Beinbruch. Wir haben viele Verletzte in der Hinrunde gehabt, die teilweise zurückkommen. Dagegen fallen uns aber auch wieder Spieler weg, wie zum Beispiel Timm Trombach (zweitbester Torschütze mit fünf Treffern des Teams, Anm. d. Red.). Ich selber hoffe, dass ich in der Restrunde auch mehr mithelfen kann. Ich war die ganze Zeit nicht wirklich fit, habe oft nur 45 Minuten gespielt. Die Vorbereitung lief jetzt aber sehr ordentlich. Des Weiteren haben wir mit Antonius Kutschke Qualität gewonnen, was bereits an seinen beiden Toren in zwei Vorbereitungsspielen erkennbar ist.

Mit 58 Gegentoren habt Ihr die meisten der Liga kassiert. Ist die Defensive das Sorgenkind?

Wir fangen definitiv zu viele Tore. Auf der anderen Seite schießen wir allerdings auch meist mindestens ein Tor. Es ist schade, wenn drei Tore in einem Heimspiel nicht für ein Erfolgserlebnis ausreichen. Fußballerisch haben wir uns aber verändert, denn vorher wurde mit langen Bällen das Mittelfeld schnell überwunden. Mittlerweile versuchen wir das spielerisch zu lösen.

Wird Dein drittes Jahr zugleich Dein letztes bei der SG Sorga/Kathus sein?

Das wird sich noch zeigen. Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich nach drei Jahren dann aufhören werde. Es hängt auch immer viel von der Mannschaft ab und ob man diese noch entwickeln kann. Wir werden auch nächstes Jahr wieder alles reinwerfen, hoffentlich in der Kreisoberliga. Die Euphorie, wie sie am Anfang spürbar ist, lässt natürlich mit der Zeit nach. Wenn irgendwann das Gefühl da ist, dass die Jungs etwas Anderes brauchen, ist eine Veränderung besser. Aktuell ist das aber absolut nicht der Fall.

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