15.03.2019

Tabelle spielt für Peikert (noch) keine Rolle

KOL Mitte: HSV eines der formstärksten Teams

Die Form stimmt beim Haimbacher SV und Tobias Hammerl (rechts). Foto: Kevin Kremer

Der Haimbacher SV gehörte zu den wenigen Teams, die bereits in der Vorwoche starten durften – und dabei einen vielleicht nicht von jedermann erwarteten 1:0-Sieg bei Hünfelds Hessenliga-Reserve feierten.

Doch geht der Blick etwas genauer auf die Formkurve des HSV, wird eines deutlich: Nur eines der vergangenen elf Spiele in der Kreisoberliga Mitte verlor Timo Peikerts Team, holte dabei starke 24 Punkte und muss sich entsprechend fragen, wohin der Blick gehen könnte, wenn der Start mit nur fünf Punkten aus acht Spielen nicht so schlecht ausgefallen wäre. Ob Peikert dem Start hinterhertrauert? „Jein. Schließlich wissen wir, wo wir herkommen, haben uns in der vergangenen Saison hauptsächlich mit dem Abstiegskampf beschäftigen müssen. Wenngleich wir auch einige Punkte haben liegen lassen, die doch eher unnötig waren.“

Mit nun 29 Punkten liegt Haimbach ziemlich genau zwischen Gut und Böse: Horas ist als Zweiter neun Punkte weg, die Abstiegszone sechs Punkte entfernt. Wo die Reise hingehen kann, werden die kommenden Wochen zum Vorschein bringen: Gleich fünf Heimspiele in Serie stehen an. „Doch ob die unser Platz alle verträgt, wage ich noch zu bezweifeln“, sagt Peikert, der zwar feststellt, „dass es sicherlich schlechtere Plätze gibt und wir natürlich auch spielen wollen, das letzte Wort aber die Stadt hat“.

Gegen Simmershausen soll die Heimspielserie am Sonntag starten. Beim Vorletzten startete Haimbach seine Serie hin zum Guten, gewann mit 8:0. „Und, so blöd sich das anhört, das Spiel hätte gar noch höher ausgehen müssen“, erinnert sich Peikert und weiß allein wegen jenes Kantersiegs Anfang September, worauf es am Sonntag ankommen wird: „Es geht um die richtige Einstellung, was ja bei jungen Spielern manchmal ein Problem ist – und ich habe sehr viele junge Spieler im Team.“ Peikert sagt das mit einem gewissen Schelm im Gesicht, denn auf seine Mannen ist er auch stolz, schließlich sei die Weiterentwicklung in den vergangenen anderthalb Jahren hervorragend gewesen, gerade defensiv habe sich das Team stabilisiert, nur vorne täte ein wenig mehr Punch gut. Gelänge der Start, und damit meint Peikert nicht nur Simmershausen, sondern die ersten Wochen – werde er sich noch einmal mit den vorderen Tabellenregionen beschäftigen: „Aber ganz ohne Druck, den haben andere Teams, die qualitativ auch ganz anders aufgestellt sind.“

Zwei jener Teams, die der 32-Jährige meint, sind Tabellenführer Müs und der Fünfte Hünfeld II, die bereits am Samstag so etwas wie das Topspiel bestreiten.

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