Gruppenliga

Tanzmaus Issak Somov

27. August 2021, 19:30 Uhr

Eiterfelds Issak Somov (links, hier gegen Richard Masoldt) war überragend. Foto: Kevin Kremer

Die Tendenz bei der SG Eiterfeld/Leimbach und beim RSV Petersberg bleibt nach dem 4:1 (3:0) gleich: Für Eiterfeld war es der vierte Sieg in Serie bei nunmehr 18:3-Toren. Petersberg dagegen verlor zum vierten Mal in Folge und kassierte dabei 3:13-Tore.

Der erste Schreck ereilte die Petersberger auf der Hinfahrt zum Spiel. Da kam der Anruf aus Eiterfeld, dass man die Partie ob des Starkregens auf den Kunstrasen verlegen musste. "Wir hatten am Rasen schon alles gerichtet. Der Platz war abgestreut, die Eckfahnen haben gesteckt. Dann kam der Regen und wir hatten keine andere Möglichkeit als auszuweichen. Unser Trainer Ante Markesic hätte lieber am Rasen gespielt", sagte Eiterfelds Vorstandsmitglied Volker Hilpert. Im Nachhinein war es ein Glücksfall, denn ob ohne Flutlicht auf Rasen das Spiel zu Ende gebracht worden wäre, das erscheint im Nachhinein mehr als fraglich. So aber lief unter Flutlicht alles regulär.

Das Spiel an sich war extrem einseitig: Eiterfeld/Leimbach überrollte die Gäste zu Beginn mit einer regelrechten Angriffslawine. Nach nicht einmal einer Viertelstunde führte der Gastgeber komfortabel mit 2:0 und es hatte zwei Gründe, warum es bis zum dritten Treffer so "lange" dauerte. Einerseits verhinderte RSV-Keeper Christian Kirbus zwei, drei Mal ein weiteres Gegentor, zudem war Eiterfeld/Leimbach mit dem schnellen Vorsprung im Abschluss nicht mehr ganz so konsequent.

Spieler des Spiels war Issak Somov. Der US-Amerikaner mit keniatischen Wurzeln spielte die RSV-Abwehr immer wieder schwindlig. Mit einem unheimlichen Tempo und einer enorme Ball- und Passsicherheit, liefen die Petersberger dem 22-jährigen meistens hinterher. Die ersten beiden Tore legte Somov super auf. Zunächst von links, dann von rechts. Das 3:0 machte Somov selbst. Klasse war hier die Vorarbeit von Robin Sorg.

War es im ersten Durchgang ein Klassenunterschied mit einem Zwischenresultat, mit dem der Gast bestens bedient war, lief die zweite Halbzeit anders. Zwar hätte in der Anfangsphase erneut das vierte Eiterfelder Tor fallen können, aber der Tabellenführer schraubte in Anbetracht des schweren Spiels am Sonntag gegen Bronnzell zwei Gänge zurück. Dazu zeigte Petersberg nach Wiederbeginn eine viel bessere Leistung. Nach und nach kämpfte sich der RSV zurück ins Spiel und nach Wollnys Anschlusstreffer, da wurde es kurzzeitig sogar spannend. Drei, vier gute Möglichkeiten hatte Petersberg im Anschluss. Hier ein 3:2 und wer weiß?

So aber fuhr Eiterfeld einen höchst verdienten Sieg ein, der alles in allem absolut ungefährdet war.

Die Statistik

SG Eiterfeld/Leimbach: Radulescu; Y. Hilpert, Galbas, Busold, Witzel, Kurz, Aumann (68. Wolf), Müller-Siebert, Somov, Sorg, Leucuta (46. Pepic).
RSV Petersberg: Kirbus; Masoldt (46. Elm), L. Aschenbrücker, Sarvan, Gajic, Sammet (74. Gören), Ehresmann, Ickler, von Pazatka, Wollny, Bug.
Schiedsrichter: Denis Krones (TSV Ortmannshausen).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Lukas Müller-Siebert (6.), 2:0 Robin Sorg (14.), 3:0 Issak Somov (39.), 3:1 David Wollny (59.), 4:1 Niko Pepic (90.+1).

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