09.06.2018

Thalaus Träume zerplatzen vor Traumkulisse - Fotos

Aufstiegsspiele zur Verbandsliga: Wie im Vorjahr 0:2 im entscheidenden Spiel

Die Fans des FSV Thalau waren wieder einmal erstligatauglich, doch diesmal konnten sie ihre Mannschaft nicht zum Sieg peitschen. Foto: Charlie Rolff

Die Thalauer Aufstiegsträume sind zerplatzt. Im entscheidenden Spiel der Dreierrunde zur Verbandsliga hat der FSV sein Heimspiel vor einer Traumkulisse von 3000 Zuschauern wie im Vorjahr mit 0:2 (0:1) verloren – diesmal hieß der glückliche Aufsteiger am Ende TuSpo Grebenstein.

Dabei gab es schon früh den bitteren Nackenschlag für den FSV. In der Anfangsphase war Grebenstein besser im Spiel und ging so nach elf Zeigerumdrehungen verdient in Front. Allerdings wurde Leon Ungewickel im Strafraum so frei gelassen, dass man sich schon fragen musste, wo in dieser Szene denn die Verteidigung war. Thalau schüttelte sich relativ schnell und übernahm von da an die Spielinitiative, kein Wunder, brauchte die Meinhardt-Elf auch einen Sieg für den Aufstieg in die Verbandsliga.

Gegen den TuSpo, der genau wie Thalau im 3-4-1-2-System auflief und sehr kompakt agierte, hatten es die Hausherren aber ganz schwer, sich ernstzunehmende Chancen zu kreieren. Zudem brachten zahlreiche Freistöße in aussichtsreichen Situationen nichts ein, stets bekam ein Grebensteiner seinen Kopf vorher an den Ball. Am gefährlichsten wurde es zunächst nach zwei Distanzschüssen von Denis Strom und Munir Tekleyes (28., 41.), ehe Timo Müglich nach einem Standard plötzlich völlig frei war, den Ball aber nicht aufs Tor brachte, sondern unabsichtlich in Verteidiger-Manier klärte (44.).

Weichlein oft gefährlich, aber nie erfolgreich

Müglich war es dann auch, der die erste Chance in Hälfte zwei hatte. Nach einem Gewusel im Sechzehner mit Thomas Weichlein, der in bester Position nicht zum Abschluss kam, schoss der Neuner letztlich, setzte die Kugel aber deutlich drüber (49.). Dann klärte Jörn Metzner eine starke Hereingabe von Christoph Bohl im letzten Moment vor Weichlein, ehe der Siegtorschütze von Wabern auch in der dritten Aktion Pech hatte, als sein Kopfball knapp über den Kasten ging (54., 57.).

Kurz darauf meldete sich Grebenstein mal wieder offensiv zu Wort. Torschütze Ungewickel brachte seinen Kopfball nach einem Freistoß freistehend aber nicht aufs Tor (58.), ehe FSV-Keeper Markus Herber nach einem Schuss von Ivan Mamusa sein Können zeigen durfte (63.). Und dann wurde es wieder im anderen Strafraum knifflig. Florian Storch wurde von einem Verteidiger abgegrätscht, ganz Thalau wollte einen Elfmeter gesehen haben, der Tuspo-Akteur traf jedoch den Ball (64.).

So brauchte der FSV auch noch in der Schlussviertelstunde zwei Treffer für den Aufstieg – und immer wieder war Weichlein mit seiner Kopfballstärke mittendrin im Geschehen. Zweimal verfehlten seine Versuche knapp das Gehäuse, einmal landete der Ball dann doch im Tor – Schiedsrichter Steffen Rabe (Münchhausen) hatte aber eine Abseitsposition erkannt. Und so kam es wie im Vorjahr, als der FSV nach einem 3:2-Sieg in Spiel eins die zweite Partie daheim 0:2 verlor. Joker Erik Maithert machte sieben Minuten vor Schluss den Deckel drauf und ließ so alle Träume der Gastgeber zerplatzen – pünktlich in dem Moment, als der Regen in Thalau niederprasselte. Somit darf auch die FSG Bebra nicht in die Gruppenliga aufsteigen, der Rattenschwanz bis hin in die unteren Ligen blieb aus. Die Mannschaft des FSV wurde dennoch bis weit nach Schlusspfiff gefeiert wie ein Gewinner.

Die Statistik:

FSV Thalau: Herber – Kress (69. Fischer), Vardar, Zimmer (81. M. Bohl)– C. Bohl, Tekleyes, Weichlein, Koch (59. Salkovic) – Storch – Müglich, Strom.
TuSpo Grebenstein: Schreiber – Metzner, Möller, Bajo – Fried, Mamusa, Drube, Belarbi (72. Maiterth) – Kajic (56. Gül) – Ungewickel, Schäfer (90.+5 Paulus).

Schiedsrichter: Steffen Rabe (Münchhausen).
Zuschauer: 3000.
Tore: 0:1 Leon Ungewickel (11.), 0:2 Erik Maithert (83.).

Autor: Steffen Kollmann

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