05.12.2018

Tiefstapelei sollte bald Geschichte sein

torgranate-Analyse: SG Barockstadt II

Grafik: Steffen Kollmann

Die Winterpause bietet Zeit zum Reflektieren. Auch bei uns: Wir haben uns die osthessischen Verbandsligisten für eine kleine torgranate-Analyse zur Brust genommen. Heute ist die SG Barockstadt II an der Reihe.

So lief die bisherige Runde:

Platz vier steht für die Barockstadt-Reserve nach 21 Spielen zu Buche. Eine keineswegs schlechte Bilanz, doch bleibt der Eindruck, dass für die Truppe von Marco Lohsse mehr drin war. Was fehlt, ist die Konstanz: insbesondere beim Personal, was sich dann auch in den Ergebnissen widerspiegelt. Ist die Mannschaft von der Hessenliga-Truppe gut verstärkt, passen die Ergebnisse, gibt es wenig Unterstützung, setzt es auch mal Pleiten wie das 1:5 bei CSC Kassel. 38 Spieler wurden schon eingesetzt, nur einen Bruchteil davon darf Lohsse zum Training begrüßen. Sonst wäre wohl noch deutlich mehr als nur Rang vier drin.

So haben die Neuzugänge eingeschlagen:

Kevin Hohmann, Neuzugang aus Bronnzell, gehört zu den Dauerbrennern der SGB, auch Erik Heinze (Schlitzerland) war im zentralen Mittelfeld bis zu seiner Knieverletzung gesetzt. Franz Ruppel (JFV Viktoria Fulda) gehört in seinem ersten Seniorenjahr schon längst zu den Leadern der Mannschaft. Ronaldo Zenuni kommt meist von der Bank, Arne Steinberg (zuvor SVA Bad Hersfeld) kommt nur selten zum Zug. Wichtig sind aber alle Neuzugänge: Wenn die erste Mannschaft oder die A-Jugend mal zeitgleich gespielt hat, bestand der reine Reserve-Kader in der ersten Halbserie nur aus 14 Feldspielern und keinem Torwart. Kurios: Nur vier Akteure davon sind jünger als 23, obwohl eine zweite Mannschaft ja oft eine "U23" darstellen soll.

In Erinnerung bleibt:

Bemerkenswert waren insbesondere die beiden Siege gegen Sand, der Dreier bei Primus Steinbach und die beiden Derbyerfolge gegen Johannesberg. Auch das 7:0 gegen Eintracht Baunatal, als Mittelstürmer Branimir Velic fünfmal erfolgreich war, bleibt im Gedächtnis. Ansonsten waren die Degradierungen von Aykut Bayar und Alexander Reith seitens Ex-Barockstadt-Coach Alfred Kaminski zu Beginn der Saison ein großes Gesprächsthema. Inzwischen, mit der Übernahme von Sedat Gören, sind beide Spieler aber wieder Bestandteil der Hessenliga-Mannschaft.

Ausblick:

Sofern zweite und insbesondere erste Mannschaft der Barockstadt von Verletzungen verschont bleiben und umworbene Spieler wie Branimir Velic den Club im Winter nicht verlassen, ist eine Top-fünf-Platzierung drin. Die Tiefstapelei seitens Marco Lohsse, der frühzeitig 40 Punkte und den vorzeitigen Klassenerhalt als Ziel ausgegeben hat, sollte spätestens nach dem nächsten Sieg ein Ende haben. Denn 38 Zähler stehen jetzt schon auf dem Konto. Der Vorjahreszweite (damals noch als Lehnerz II) darf zwar aufgrund der Hessenliga-Zugehörigkeit der ersten Mannschaft ohnehin nicht aufsteigen, kann aber noch dem einen oder anderen Aufstiegskandidaten gehörig in die Suppe spucken.

Autor: Steffen Kollmann

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