15.08.2018

Tore sind im Derby-Topspiel garantiert

Verbandsliga: Wolf trifft auf seinen Lieblingsgegner

Als sich Steinbachs Sebastian Bott (links) und Neuhofs Bartosz Stachelski das letzte Mal im Januar 2018 gegenüber standen, musste mit langen Hosen gespielt werden. Archivfoto: Ralph Kraus

Am dritten Spieltag müssen die Verbandsligisten erstmals unter der Woche ran. Während Johannesberg spielfrei ist, treffen Steinbach und Neuhof im Derby aufeinander und bestreiten dabei ein Topspiel: Der Zweite empfängt den Vierten.

SV Steinbach - SV Neuhof (19 Uhr).

Sieben Punkte aus drei Spielen, Siege gegen hochgehandelte Teams wie Weidenhausen und CSC Kassel. Dennoch ist Petr Paliatka noch nicht so ganz damit zufrieden, was seine Steinbacher bisher an den Tag gelegt haben. "Bislang war das nur zu 50 oder 60 Prozent das, was ich mir vorstelle. Ich denke, dass wir noch besser Fußball spielen können", so der Spielertrainer, der daher froh ist, dass es zuletzt geregnet hat und der Rasen besser bespielbar sein wird. Neuhof ist mit zwei Dreiern ebenfalls gut gestartet, Paliatka, dem bis auf Fabian Koch vermutlich der komplette Kader zur Verfügung steht, weiß nicht ganz so viel über den Gegner: "Aber in Kassel ging es uns ähnlich und wir haben 3:1 gewonnen. Wir wollen weiter nur auf uns schauen."

Ähnlich handhabt es sein Gegenüber Alexander Bär, der nach dem Start ohne Druck nach Steinbach fahren kann: "Natürlich bin ich glücklich über die zwei Spiele, es bleibt aber wenig Zeit, uns darauf auszuruhen", so der Coach, der viele Tore erwartet: "Ich tippe, dass beide Mannschaften offensiv agieren und die Zuschauer ein schönes Spielchen sehen werden." Gerade Mateo Duvnjak auf Steinbacher Seite wird im Fokus stehen, der ebenso wie Kirche Ristevski auf seinen Ex-Club treffen wird. Bei Neuhof könnte der zuletzt angeschlagene Antonio Antoniev zurück in den Kader stoßen. "Ich hoffe, dass ich, was Startelf und Formation anbelangt, wieder ein glückliches Händchen habe und wir nicht mit leeren Händen heimfahren."

SV Eschwege - SG Barockstadt II (19 Uhr).

Gerade Jan-Henrik Wolf dürfte sich auf die Rückkehr nach Eschwege freuen. Mit Lehnerz II gewann er im April - ebenfalls an einem Mittwochabend - mit 6:0, Wolf erzielte fünf Treffer. "Eschwege wird alles dafür tun, um dieses Ergebnis wegzuradieren", vermutet SGB-Coach Marco Lohsse, der den Gegner beim 1:0-Sieg am ersten Spieltag in Schwalmstadt beobachtet hat. "Das ist eine über Jahre gewachsene Mannschaft, die mit Jan Kaufmann einen überragenden Spieler hat", so Lohsse, der aber selbst auf eine gute Truppe zurückgreifen kann. Inwiefern diese noch vom Hessenliga-Kader aufgefüllt wird, steht noch nicht fest. Mit drei Siegen hat sich die Barockstadt jedenfalls auf Platz eins festgesetzt: "Das war so nicht zu erwarten. Wir haben dreimal gut gespielt und auch verdient gewonnen. Die Tabelle hat aber noch wenig Aussagekraft."

SV Weidenhausen - FC Eichenzell (19.30 Uhr).

Was der SV Weidenhausen und der FC Eichenzell gemein haben? Beide haben ihren bis dato einzigen Saisonsieg gegen Vellmar eingefahren, die Britannia zuletzt beim 2:0-Auswärtserfolg: "Es war ja auch zuvor nicht alles schlecht. Aber die Art und Weise, wie wir bei einem Hessenliga-Absteiger gespielt haben, macht Mut auf mehr", so Coach Heiko Rützel. Gegner Weidenhausen musste dagegen am vergangenen Wochenende eine bittere 2:5-Pleite gegen Neuhof schlucken: "Es war wichtig zu sehen, dass man diesen Gegner auch zuhause schlagen kann. Natürlich muss man bei Weidenhausen immer die Offensive in den Griff bekommen, aber das ist bei den anderen Verbandsligisten genauso. Auch wir sind vorne sehr gut aufgestellt", betont Rützel, der aus privaten Gründen aber auf Martin Kriwoschein verzichten muss. Zudem sind Dominik Schlag und Roman Schad angeschlagen.

Autor: Steffen Kollmann

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