09.05.2018

Torjäger auf Abruf

Bekommt Peter John in Künzell den perfekten Abschied?

Peter John (links) ist mit neun Treffern der drittbeste Torschütze der Künzeller. Foto: Charlie Rolff

Die Spielzeit ist weniger geworden, die Trefferquote aber keineswegs schlechter: Im Alter von 33 Jahren ist Peter John beim TSV Künzell so etwas wie der Torjäger auf Abruf und könnte vor seinem Wechsel im Sommer zum Rhöner A-Ligisten TSV Hilders beim derzeitigen Tabellenzweiten der Gruppenliga einen perfekten Abschied bekommen.

Vier der letzten fünf Tore erzielte John selbst, den fünften Treffer leitete der kantige Angreifer mit einem super Chipball auf Martin Raszyk klasse ein und ebnete den Künzellern damit zuletzt den Weg zu zwei ganz wichtigen Siegen gegen Großenlüder (2:0) und Kerzell (3:1). "Peter ist einfach ein Phänomen, ein richtiger Fußballer", geriet Thorsten Parzeller aus dem Künzeller Führungsteam bereits während der Partie ins Schwärmen und stellte heraus, "dass Peter nicht nur fußballerisch, sondern auch menschlich überragend ist. Ein echter Glücksgriff für uns". Ein Glücksgriff, der im Sommer aber kürzertreten möchte und nicht so leicht für den kommenden Trainer Markus Pflanz zu ersetzen sein dürfte.

Doch noch hat Künzell drei Spiele zu bestreiten. Spielt die Konkurrenz mit Thalau und Hosenfeld mit, könnten es sogar fünf Spiele werden. Gegen beide Teams hat der TSV noch das direkte Duell. "Die Aufstiegsrunde wäre zum Abschied ein echtes Highlight", hofft John. Die jüngste Bilanz spricht jedenfalls für Künzell, wurden die vergangenen acht Partien allesamt gewonnen. "Die Tatsache, dass wir so gut wie keine englischen Wochen haben, erweist sich als Trumpf hoch drei. Viele Teams gehen bei der enormen Belastung doch auf dem Zahnfleisch", weiß Trainer Tobias Hahner.

Englische Wochen würde wohl John selbst auch nicht verkraften. "Wirklich fit bin ich nicht, aber mit ein bisschen Stellungsspiel und Schusstechnik komme ich über die Runden", sagt John schmunzelnd, der ähnlich wie seine Mannschaftskollegen total gelassen nach der Partie gegen Kerzell wirkte. "In den vergangenen Jahren haben wir in der Winterpause immer nach unten schauen müssen, da hatte das Team immer Druck. Jetzt spielen wir befreit auf und haben einfach Spaß. Außerdem liegt der Platz bei uns super da, was wollen wir also mehr?", ist der 33-Jährige tiefenentspannt.

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