Ehemaliger SGB-Mitarbeiter Luca Topitsch

Über Fulda zur Eintracht

15. November 2020, 08:00 Uhr

Beim Traditionsclub Eintracht Trier ist Luca Topitsch hauptberuflich für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Foto: Eintracht-Trier

In der vergangenen Saison noch Medienbeauftragter für die SG Barockstadt, jetzt festangestellter Mitarbeiter für die Bereiche Medien, Kommunikation und Marketing. Luca Topitsch (23) hat sich einen Traum erfüllt und arbeitet nun für den Traditionsverein Eintracht-Trier – ein möglicher Gegner für die SGB im Falle von Aufstiegsspielen.

Topitsch ist gelernter Industriekaufmann, doch das Herz schlägt ganz klar für den Fußball, obwohl der 23-Jährige bereits nach der B-Jugend seine Schuhe an den Nagel gehängt hat. Statt auf dem Feld zog der gebürtige Hanauer, der in Hammersbach im Main-Kinzig-Kreis aufgewachsen ist, ab sofort für seinen Heimatverein SG Marköbel in der Gruppenliga Frankfurt Ost die Fäden – als Pressesprecher. „Wie das bei einem Dorfverein so ist, hat mir der damalige Pressesprecher mal den Block in die Hand gedrückt und dann hat die Geschichte seinen Lauf genommen“, erinnert er sich zurück. Es waren seine ersten Berührungspunkte im journalistischen Bereich.

Die Arbeit hat ihm so viel Spaß gemacht, dass Topitsch neben seiner Ausbildung zum Industriekaufmann, die er 2019 erfolgreich abgeschlossen hat, noch nebenbei für die Gelnhäuser Neue Zeitung als freier Mitarbeiter arbeitete. Sein Hauptaufgabenbereich: die Verbandsliga Süd, unter anderem mit den jetzigen Hessenligisten Hanau 93 und Erlensee. „Nach vier Jahren bei Marköbel wollte ich allerdings eine andere Liga, ein anderes Umfeld kennenlernen und bin auf die Barockstadt gestoßen“, verdeutlicht der 23-Jährige. Im Juli 2019 begann Topitsch seinen Nebenjob als Medienbeauftragter und nutzte die SGB als Sprungbrett für seinen Traumjob. „Ich habe die Barockstadt als klasse Verein kennengelernt und mit Sebastian Möller einen tollen Ansprechpartner gehabt von dem ich viel lernen konnte. Ich habe viel erlebt - bis eben Corona kam“, erinnert er sich an sein kurzes Engagement in Fulda zurück.

Nur kurz, weil sich völlig überraschend im Sommer diesen Jahres eine riesen Chance auftun sollte. Sein Traum: Seinen Nebenjob zum Hauptberuf machen. Sein aktueller Stand: Den Nebenjob zum Hauptberuf gemacht. „Wahnsinn. Ich habe meinen Traumjob mit der Stelle bei der Eintracht verwirklicht“, freut sich der Industriekaufmann. Keine Selbstverständlichkeit, schließlich kam die Zusage mitten in Zeiten der Pandemie, in der gerade Fußballvereine finanziell gebeutelt waren. „Ich bin dem Verein unglaublich dankbar für diese Chance“, so Topitsch, der ab Juli sein Leben dem Beruf angepasst hat. Seit Antritt der Stelle ist er nämlich nach Trier umgezogen und wohnt in der Nähe des Moselstadions.

„Man darf sich für nichts zu schade sein“

In seine Aufgabenbereiche fallen das Pflegen der Homepage, der Social-Media-Kanäle Twitter, Facebook und Instagram, Vorschauen und Spielberichte verfassen, die Zusammenarbeit mit den dort ansässigen Tageszeitungen und Radiosendern koordinieren sowie diverse Aufgaben im Marketingbereich. „Es fallen aber auch immer andere Sachen in einem Verein an. Da darf man sich dann nicht zu schade sein, auch dort mit anzupacken“, betont Topitsch. Ein großer Aufgabenblock ist und bleibt allerdings die Arbeit in den sozialen Netzwerken. „Es ist die Zukunft des Marketings. Zudem werden über diese Kanäle die jungen Leute erreicht“, verdeutlicht der 23-Jährige, der erklärt, dass sich nur wenige junge Leute über Tageszeitungen oder die vereinseigene Homepage informieren.

Die Vereine Eintracht-Trier und SG Barockstadt könne man indes in seinen Strukturen nur schwer miteinander vergleichen. „In Trier sind wir in der Geschäftsstelle breiter aufgestellt, weshalb der Verein mehr Möglichkeiten besitzt.“ Im Vergleich zu den vergangenen Jahren habe sich die SGB allerdings professionalisiert und sei auf Facebook und Instagram auf einem guten Weg. Auf einem guten Weg sind auch beide Vereine in der Causa Regionalliga. Die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, die aus 24 Teams besteht, wurde vor der Saison in zwei Gruppen geteilt. Die ersten sechs Teams beider Gruppen kommen in eine Aufstiegsrunde. Da die Punkte mitgenommen werden und Trier noch kein Spiel verloren hat, sehen die Chancen auf den Aufstieg gut aus. Bei der SG Barockstadt ist die Situation ähnlich und das Minimalziel sollte für die Gören-Elf Platz zwei sein – ein möglicher Gegner in der Aufstiegsrunde wäre dann der Zweitplatzierte der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Vielleicht ja Eintracht-Trier.

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