11.09.2019

Unentschieden-Könige hadern mit sich selbst

A-Liga Schlüchtern: TSV Weichersbach mit sieben Remis aus den ersten sieben Spielen

Lars Vesmanis (links) kann mit der TSV Weichersbach momentan nur Unentschieden. Gegen Bellings/Hohenzell (hier Ben Mehlhorn) hieß es am Samstag 1:1. Foto: Oliver Müller

0-7-0. Was sich wie die verschlechterte Form von James Bond 007 liest, ist die bisherige Saisonstatistik der TSV Weichersbach. Mit sieben Unentschieden aus den ersten sieben Spielen hat die Turn- und Sportvereinigung eine kuriose Serie hingelegt, die die Verantwortlichen jedoch gerne eintauschen würden.

Auch wenn die Spieler der TSV und Abteilungsleiter Dominik Blum ihre Späße über die bisherige Runde machen, würden die Verantwortlichen gerne den einen oder anderen Punkt mehr auf dem Konto haben. „Es klingt zwar lustig und wir haben am Wochenende mal gegoogelt, ob es denn jemals sieben Unentschieden in Serie gab. Dennoch hätte wir gerne lieber mal verloren und dafür zwei andere Spiele gewonnen. Denn vom Fleck kommen wir in der Tabelle nicht so wirklich“, meint Blum, der mit der Mannschaft schließlich feststellte, „dass Waldhof Mannheim in der Saison 1984/1985 sieben Remis in Folge ergatterte.“ Seitdem gelang jene kuriose Serie ebenfalls dem SC Fortuna Köln (1989/1990), dem FC Saarbrücken (1992/1993), dem FC Nürnberg (2006/2007) und dem VfL Wolfsburg (2010/2011).

So ganz unzufrieden ist Blum allerdings nicht: „Wir haben in den schwierigen Auswärtsspielen gegen Distelrasen, Rommerz oder Niederzell einen Zähler geholt. Das sind Meisterschaftsfavoriten. Weh tut hingegen, dass wir in den Heimspielen nicht einen Dreier feiern konnten.“ Besonders Spiele wie gegen Veitsteinbach ärgern den Abteilungsleiter, schließlich führte Weichersbach bereits 3:0, ehe unnötige Fehler für drei Gegentore sorgten.

Noch nehmen es die Akteure mit Humor, doch langsam sollte die Serie ein Ende finden, schließlich muss der Blick tabellarisch nach unten gehen. Dabei sind die Ziele der Weichersbacher anders gestrickt. „Den siebten Platz aus der Vorsaison wollen wir verbessern. Mit Unentschieden um Unentschieden wird uns das nicht gelingen“, weiß Blum. Die Offensive soll deshalb wieder langsam in Fahrt kommen, schließlich hatte das Team in der Vergangenheit dort nie Probleme. Eher defensiv hakte es, zu simpel mussten die Gegentore hingenommen werden. „Es wäre jetzt einfach mal gut, wenn wir dreifach punkten würden. Dann bleibt die Stimmung weiterhin top. Ich bin guter Dinge, dass es demnächst klappt“, sagt Blum. Beim Blick auf die kommenden Gegner scheint dies nicht allzu unwahrscheinlich, stehen schließlich Teams aus der hinteren Tabellenregion auf dem Programm, wenngleich die Turn- und Sportvereinigung alle Partien auswärts bestreiten muss.

Kommentieren