10.02.2020

Vereinshistorie winkt für TSV

B-Ligen Hersfeld/Rotenburg

Roman Prokopenkos Toreschnitt in der B-Liga ist äußerst ansehnlich. Foto: Steffen Kollmann

Äußerst ausgeglichen kommen die B-Ligen Hersfeld/Rotenburg I und II daher. Nach der Hälfte der Saisonspiele ist einzig im Abstiegskampf eine kleine Vorentscheidung gefallen.

Die Lage

Jeweils nur einen Zähler trennen die drei Erstplatzierten in der Staffel I. Die Reserven aus Wildeck, Philippsthal und Heinebach/Osterbach dürfen sich Hoffnungen auf einen Aufstieg machen. Möglich wäre dieser, da die ersten Mannschaften in der Kreisoberliga beheimatet sind. Anders sieht es in der Staffel II aus, denn der Tabellenzweite Rot-Weiß Burghaun spielt zwar eine famose Runde, würde jedoch einen Aufstieg nicht wahrnehmen können. Im Tabellenkeller haben Mecklar/Meckbach/Reilos II und der TV Braach II (Staffel I) sowie Unterhaun II und Wölfershausen (Staffel II) nicht mehr die allerbesten Karten.

Top

In der Staffel II zweifelsohne der TSV Baumbach. Die jahrelange Gefühlswelt in der B-Liga könnte nach der Saison endlich ein Ende finden. Ein großes Plus stellt die Defensive dar, denn erst zehn Gegentore und eine Niederlage (zum Saisonauftakt 0:1 gegen Iba/Machtlos, seitdem rollt der TSV-Express) hat Baumbach vorzuweisen. Zudem ist der Tabellenführer ungemein ausgeglichen, was an der Vielzahl an Torschützen (Hendrik Kambach (8), Nico Scholze (6), Hendrik Becker (6), Rene Haede (6), Niklas Gasser (5)) deutlich wird. In der Staffel I beeindruckt erneut die SG Wildeck II, die in der vergangen Saison nur ganz knapp Platz eins verpassten. Nach jetzigem Stand würde der Aufstieg in die A-Liga stehen.

Flop

Fast jede Mannschaft durfte bisher mindestens einen Sieg bejubeln. Die Ausnahme bildet das Schlusslicht der Staffel I, der TV Braach II. Auch deshalb leuchtet die rote Laterne wohl. Umso bemerkenswerter ist aber, dass der Vorletzte Mecklar/Meckbach/Reilos II schon mehr als doppelt so viele Gegentore schlucken musste (79). Da sieht Braach II mit 35 Gegentreffern noch sehr gut aus.

In Erinnerung bleibt

Die derben Klatschen der Mecklar/Meckbach/Reilos-Reserve. Richtig auf die Mütze gab es in den Heimspielen gegen Heinebach/Osterbach II (0:7) und Hohenroda II (0:11) sowie auswärts bei Wildeck II (0:12) und erneut Heinebach/Osterbach II (1:10). Zwei Nichtantritte bestimmen zudem das bisherige Abschneiden, bei einem weiteren wäre die Saison vorzeitig beendet.

Zahlenspiel

Alle 18 Minuten schießt Roman Prokopenko im Durchschnitt ein Tor. Eine wahnsinnige Quote, die aus 15 Buden in lediglich drei Partien für die SG Festspielstadt II resultiert. Und jene Statistik wird bis Ende der Serie Bestand haben, schließlich hat sich der ehemalige Coach der ersten Mannschaft in der Winterpause der SG Mecklar/Meckbach/Reilos angeschlossen. Ansonsten ist sehr auffällig, dass die vier Erstplatzierten in der Staffel II in Sachen Torverhältnis ganz nahe beieinanderliegen.

Ausblick

Besonders in der Staffel I wird der Kampf um den Titel heiß werden. Die Konstanz ist der Schlüssel zum Erfolg. Sollte das den drei Teams gelingen, könnte am vorletzten Spieltag ein Showdown zwischen Philippsthal und Wildeck anstehen. Doch auch der erste Rückrundenspieltag verspricht beim Duell zwischen Heinebach/Osterbach und Philippsthal Spannung. In der Staffel II kann Baumbach den Verfolger aus Burghaun schnell distanzieren, wenn am zweiten Rückrundenspieltag ein Auswärtssieg gelingen sollte.

Autor: Tobias Konrad

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