28.02.2018

Verhandlung im Fall Weilmünster rückt immer näher

"Sehe am Fall ein gesteigertes öffentliches Interesse"

Jürgen Weilmünster ist der wohl bekannteste Schiedsrichter Osthessens. Foto: Charlie Rolff

Zehn Monate nach den Vorkommnissen von Hattendorf rückt eine Hauptverhandlung im Fall des Großenlüderer Referees Jürgen Weilmünster näher.

„Ich habe mit der Staatsanwaltschaft Gießen, die mit dem Fall betraut ist, telefoniert. Amtsanwalt Nils Kühnel hat mir versichert, dass der Verfahrensabschluss unter Berücksichtigung meiner Stellungnahme erfolgt. Der Verfahrensabschluss kann aus meiner Sicht nur eine Anklage sein“, ist Weilmünstes Anwalt Jörg-Thomas Reinhard optimistisch, dass es zu einer Hauptverhandlung kommen wird. „Zum einen sehe ich ein gesteigertes öffentliches Interesse an dem Fall. Zum anderen wird eine Beweisaufnahme den Nachweis der Verletzungen von Herrn Weilmünster durch einen Schlag von Herrn Schweiner und die Glaubwürdigkeit meines Mandanten erbringen können.“ Zweimal hätten Schweiners Zeugen demnach nachweislich falsche Aussagen abgegeben.

Weilmünster hatte laut einem ärztlichem Gutachten am 21. April 2017 eine Gehirnerschütterung und Schläfenprellung erlitten. Der Referee betont, Hattendorfs Vereinsobmann Wolfgang Schweiner habe ihm diese durch einen Schlag nach dem Spiel SV Hattendorf – SG Schwalmtal in der A-Liga Alsfeld zugefügt. Schweiner wiederum bezichtigt Weilmünster der üblen Nachrede. Eine Kreissportgerichtsverhandlung hatte zu keinem Ergebnis geführt. Sollte Anklage erhoben werden, sei laut Reinhard in zwei bis drei Monaten mit einer Hauptverhandlung zu rechnen. hall

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