13.10.2019

Viermal Rot in Hattenhof

Kreisoberliga Süd: Mittelkalbach missglückt bei 2:3 eine Aufholjagd

Kampf war in Hattenhof Trumpf, so wie hier beim Zweikampf zwischen Mittelkalbachs Markus Betz (in schwarz) und Sven George von der heimischen SGH. Foto: Kevin Kremer

Fünf Treffer, vier Platzverweise, eine ungekrönte Aufholjagd und viele Emotionen hat das Südkreis-Derby zwischen der SG Hattenhof und dem SV Mittelkalbach geboten. Der Aufsteiger setzt dank des 3:2-Heimerfolgs seine bemerkenswert gute Runde fort.

Gleichwohl musste Robert Lazaraevski zugeben, „dass beide von vielen Ausfällen geplagt waren und sicher besser spielen können. Es war extrem hektisch und hitzig, sodass wir trotz zwischenzeitlicher 3:0-Führung bis zum Schluss zittern mussten. Aber in dieser Saison kriegen wir so ein kompliziertes Spiel eben durch“, so das Fazit vom Coach des weiterhin auf Rang drei notierten Neulings.

Zwar hatten es die beiden Teams auf dem schwierig zu bespielenden Geläuf schon nicht leicht, den schwersten Job durfte aber Schiedsrichter Simon Wawra von der SG Dietershausen für sich beanspruchen. Nach einer ruhigen Anfgangsviertelstunde war das Spiel von extrem vielen Nickligkeiten geprägt – und obwohl der junge Unparteiische in den meisten Situationen einen guten Überblick behielt, war es nach der Roten Karte gegen Hattenhofs Lucas Herzog schwierig, die vielen Charaktere auf dem Platz noch in Zaum zu halten. Der Angreifer der SGH hatte seine Nerven kurz vor der Pause nicht ganz im Griff, wenngleich sich in beiden Lagern die Geister schieden, ob der Schubser gegen Maurice Mack mit dem Platzverweis zu hart war oder nicht.

So geriet das Spiel im weiteren Verlauf bunt: Mittelkalbachs Kapitän Johannes Kreß sah Gelb-Rot, weil er einen Freistoß ausgeführt hatte, ohne dass dieser von Wawra freigegeben worden war. Auch hier rankten sich die Gerüchte, was der Schiedsrichter vor der Ausführung mit Kreß wirklich besprochen hatte. Kurios: Kreß hatte schon bei seinem Versuch getroffen, ehe Konstantin Blum im zweiten Anlauf den Ball genau in die gleiche Ecke zum 1:3-Anschluss setzte. Die Feldverweise gegen Hattenhofs Tyrone Joosten, der nicht aufhören wollte, Jonas Kreß anzubrüllen, sowie Mittelkalbachs Deividas Paplauskas wegen Meckerns gingen indes okay.

„Es ging schon gut ab, am Referee lag es aber bestimmt nicht, dass wir verloren haben“, betonte SVM-Coach Florian Günther. Vielmehr seien seine Schützlinge bei den ersten drei Gegentreffern nicht wach gewesen. „Schade, weil wir gerade nach der Pause eigentlich nichts mehr zugelassen hatten.“ Erst spät machte sich die Mittelkalbacher Überzahl bemerkbar, als Hattenhofs Aushilfskeeper und gelernter Feldspieler Jan Koch bei den Kalbacher Treffern nicht gut aussah. Umso wichtiger dafür, dass Koch einen Kopfball von Johannes Kreß noch sensationell entschärfte (64.). Zwischen Genie und Wahnsinn eben – wie das ganze Spiel.

Die Statistik:

SG Hattenhof: Koch; Schaub, Wess, George, Joosten, Matschke, Nüchter, Bug, Herzog, Preis, Azamfirei – Ahmad.
SV Mittelkalbach: Kremer; Pfeil, Würtele, Schäfer, Mack, Johannes Kress, Betz, Koch, Jonas Kreß, Örük, Blum – Leinweber, Paplauskas, Vormwald.
Schiedsrichter: Simon Wawra (SG Dietershausen).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0, 2:0 Pascal Preis (31., Foulelfmeter, 43.), 3:0 Niklas Matschke (56.), 3:1 Konstantin Blum (74.), 3:2 Markus Betz (81.).
Gelb-Rote Karten: Johannes Kress (72., Mittelkalbach), Tyrone Joosten (83., Hattenhof), Deividas Paplauskas (90.+3, Mittelkalbach).
Rote Karte: Lucas Herzog (Hattenhof) wegen unsportlichen Verhaltens (83.).

Autor: Christian Halling

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14.10.2019 - 12:58 - Alizlia17

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