09.12.2018

Viktoria dreht nach Weckruf auf

A-Junioren-Hessenliga: 6:2 nach 0:2 im Derby gegen Horas

Der Horaser Mark Zentgraf (rechts) hat den Kopf gegen Viktorias Lorenz Hoss ganz schön tief. Foto: Charlie Rolff

Der JFV Viktoria Fulda hat sich mit einem 6:2 (2:2)-Derbyerfolg gegen den FV Horas in die Winterpause der A-Junioren-Hessenliga verabschiedet.

Die rund 250 Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz an der Richard-MĂŒller-Straße sollten ihren Besuch bei anhaltenden Regenschauern nicht bereuen. Denn das Derby hielt neben intensiven ZweikĂ€mpfen ebenso mustergĂŒltige SpielzĂŒge wie Traumtore parat. Bereits der Auftakt in die Partie hatte es in sich: Horas rannte die Abwehrreihe von Viktoria Fulda in der Anfangsphase unermĂŒdlich an und provozierte immer wieder Fehler im Spielaufbau. Das Team von Trainer Matthias Wilde wirkte prĂ€senter und fĂŒhrte nach einer knappen Viertelstunde bereits mit 2:0. Ex-JFVler Keanu Clemente Banh traf gleich zweimal per Kopf.

Wenige Minuten spĂ€ter hĂ€tte Horas dann seinem Kontrahenten endgĂŒltig den Zahn ziehen können, als Noah Odenwald freistehend vor Maximilian WeisbĂ€cker auftauchte. Der Fuldaer Schlussmann ahnte in dieser Situation aber die richtige Ecke und vereitelte somit die Großchance auf das 3:0. Odenwald war es auch, der wiederum nur wenige Minuten spĂ€ter mit seinem Lupfer knapp das Tor verfehlte. „Wir haben sehr gut in die Partie gefunden. Dann hat unser Spiel jedoch einen Bruch erlitten, was sich dann bis in die Schlussminuten hinein – abgesehen von einer kurzen Phase – durchgezogen hat“, haderte Horas-Coach Matthias Wilde, dessen Team nach 33 Minuten die erste nennenswerte Torchance des JFV zuließ, als Hamed Noori mit seinem Kopfball an Maurice Pappert scheiterte.

Noori war es dann auch, der neue Hoffnung im JFV-Lager entfachte. Noori zirkelte den Ball von der Strafraumkante zum 1:2 in den linken Torwinkel (35.). Fulda wirkte nun wie beflĂŒgelt und kam noch vor der Pause zum Ausgleich, den der stark aufspielende Lorenz Hoss markierte. „Nach den beiden frĂŒhen Gegentoren hatten wir etwas GlĂŒck, nicht noch ein weiteren Treffer zu kassieren. Danach hat meine Mannschaft eine sagenhafte Reaktion gezeigt“, lobte Florian Roth, Trainer des JFV und fĂŒgte an: „Ich habe meinen Jungs in der Halbzeit gesagt, dass wir die grĂ¶ĂŸeren Kraftreserven haben und wir diesen Vorteil nutzen mĂŒssen.“

Und Roth sollte Recht behalten. Denn im zweiten Durchgang diktierten die BarockstĂ€dter das Geschehen und ebneten letztlich dank der Tore von Arnis Mulaj (2), Lorenz Hoss und Niko Zvekic den Weg zu einem verdienten Derbyerfolg. „Wir sind alle ĂŒberglĂŒcklich und haben bis hierhin eine sehr ordentliche Runde gespielt. Der Derbysieg ist fĂŒr uns jetzt ein schöner Abschluss, um dann im Feburar gestĂ€rkt in die Restrunde zu gehen“, frohlockte Florian Roth. EnttĂ€uschung herrschte indes bei den Akteuren des FVH. „Es war eine bittere Niederlage, die am Ende in Ordnung geht. Dass die Spieler nach so einem Spielverlauf niedergeschlagen sind, ist absolut verstĂ€ndlich. Trotzdem haben wir uns in der Hessenliga etabliert und wollen in den restlichen Spielen alles daran setzen, um die Klasse zu halten“, richtete Matthias Wilde sogleich den Blick nach vorne.

Die Statistik:

JFV Viktoria Fulda: WeisbÀcker; Witte, Zvekic, Budesheim, Behr, Kocak, Vinojcic, Mulaj, Piechutta, Noori, Hoss. Huder, Schwarz, Hartwig.
FV Horas: Pappert; Vogler, Eckard, Weitzel, Hartung, Keller, HĂŒtsch, Zentgraf, Banh, Fabrizius, Odenwald, Richter, Dugan, Woltert.
Schiedsricher: Joshua Herbert (Schwarzbach).
Zuschauer: 250.
Tore: 0:1, 0:2 Keanu Clemente Banh (3., 12.), 1:2 Hameed Noori (35.), 2:2 Lorenz Hoss (40.), 3:2, 4:2 Arnis Mulaj (60., 65.), 5:2 Lorenz Hoss (83.), 6:2 Niko Zvekic (90.). / tof

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