17.03.2020

Voll: „Das ganze Dorf steht hinter dem Verein“

Gruppenliga: Interimstrainer Meinhardt gibt dem neuen Coach Tipps

Meik Voll brennt auf seine neue Aufgabe. Foto: Siggi Larbig

Gruppenligist FSV Thalau hat am Montagnachmittag mit Meik Voll seinen neuen Trainer für den Sommer präsentiert. Der 44-Jährige wird auf Interimscoach Jörg Meinhardt folgen.

Am Ende ging alles ganz schnell: Gerade einmal zweieinhalb Wochen ist die Trennung von Thalau und Trainer Matthias Wilde her. Mit Jörg Meinhardt wurde bereits kurz darauf ein Interimstrainer gefunden, ehe Voll – für den eine Übernahme innerhalb der Saison nicht in Frage kam – ab Sommer schnell als langfristige Lösung feststand. „Es hat vom ersten Moment an gepasst“, betont der ehemalige Flieden-Coach, der bereits nach zwei Telefonaten und einem langen persönlichen Gespräch über zweieinhalb Stunden seine Zusage gab.

Dabei hatte der Berufssoldat nach seinem Ende als Chefscout von Regionalligist Kickers Offenbach im Dezember zunächst alle Anfragen abgeblockt. Aber nicht etwa, um seine Chance weiterhin im Profifußball zu suchen. „Ich bin sehr froh über die Einblicke in diesen neun Monaten. Am Ende bin ich aber Realist und träume nicht, deshalb ist für mich die Aufgabe in Thalau nicht weniger interessant“, sagt Voll.

Denn gleich mehrere Aspekte haben den Trainer beim FSV voll überzeugt: „Einerseits ist die Liga mit seinen vielen Derbys super spannend. Zudem habe ich den Eindruck, dass in Thalau das ganze Dorf voll hinter dem Verein steht. Die Leute drumherum sind mit viel Herzblut dabei. Ich denke, da sind wir auf einer Wellenlänge.“

Einen großen Umbruch soll es nicht geben, wenngleich die ein oder andere personelle Veränderung getätigt werden soll. Allerdings nicht, um überdimensionale Ziele auszurufen: „Thalau war in den vergangenen drei Jahren zweimal Zweiter und einmal Dritter. An diese erfolgreichen Jahre wollen wir anknüpfen. Das heißt aber nicht, dass da ein Aufstieg dahinter steht. Wir wollen uns in der Spitzengruppe festbeißen, und wenn uns der große Wurf gelingen sollte, werden wir nicht versuchen ihn zu verhindern“, macht Voll klar.

Vorgänger Meinhardt: "Kein einfacher Verein"

Sein Vorgänger und alter Trainer, Jörg Meinhardt, begrüßt jedenfalls seine Nachfolgewahl. „Meik ist jemand, der sich in den vergangenen Jahren extrem mit dem Fußball beschäftigt hat. Ich denke, dass er in Thalau die Lösung über einen längeren Zeitraum sein kann“, so der 55-Jährige, der ursprünglich im Sommer sein Amt beim FSV nach vier Jahren abgegeben hatte, vor wenigen Tagen nach der Trennung von Matthias Wilde aber kurzfristig bis Saisonende übernahm.

„Mir liegt es am Herzen, dass der FSV Thalau weiterhin erfolgreich bleibt. Ich habe zum Vorstand und der Sportlichen Leitung noch immer ein freundschaftliches Verhältnis. Aber es war mein persönlicher Wunsch, dass ich nur eine vorübergehende Lösung bin“, betont Meinhardt, der seinen Spielern in der aktuellen Situation Trainingspläne mit auf den Weg gegeben hat und hofft, dass die Saison noch normal beendet werden kann. Anschließend ist der erfahrene Coach offen für neue Aufgaben: „Aber es muss für beide Seiten passen.“

Meinhardt kann Voll jedenfalls einige Tipps mit auf den Weg geben: „Das ist mit Sicherheit kein einfacher Verein. Man muss als Trainer sehr selbständig sein und Eigeninitiative zeigen, da die Leute aus der Führungsebene beruflich sehr eingespannt sind. Deshalb habe ich selbst auch immer mit einem Co-Trainer gearbeitet.“ Dieser könnte Hugo Lingelbach werden, der schon mit Voll in Flieden zusammengearbeitet hat. Gespräche hat es schon gegeben, eine Einigung dementieren beide Seiten aber momentan.

Autor: Steffen Kollmann

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