14.12.2018

Vom Jungspieler zum Führungsspieler gereift

Adrian von Pazatka über eine spannende Aufgabe und die Philosophie des Vereins

Adrian von Pazatka (rechts) findet sich mittlerweile im zentralen Mittelfeld wieder. Foto: Charlie Rolff

Sechs Niederlagen in den ersten sieben Begegnungen. Kaum einer hätte beim RSV Petersberg mit einem solch schlechten Saisonstart gerechnet. Dann aber hat die Krawczyk-Elf den Turnaround geschafft und sich mittlerweile im Mittelfeld der Gruppenliga etabliert. Anteil daran hat auch Adrian von Pazatka, der mittlerweile zum Führungsspieler im Waidesgrund gereift ist.

Der 25-Jährige ist unter Trainer Jürgen Krawczyk gesetzt – und dies mittlerweile nicht mehr auf der Außenposition, sondern im Zentrum. „Dort sehe ich mich auch eher. Hinzu kam, dass wir dort viele Spieler vor der Saison verloren haben. Die Jungs, die neu dazugekommen sind, können eher auf der Außenbahn spielen“, meint von Pazatka. In seinem achten Seniorenjahr beim RSV befindet er sich bereits. „Irgendwann reifst du zum Führungsspieler, wenn du so lange dabei bist. Wir haben außerdem durch die vielen jungen Spieler einen Umbruch im Sommer erlebt. Dieser neuen Generation versuche ich etwas mitzugeben, auch wenn es schwer ist, da ich durch den Schichtdienst nur jede zweite Woche trainieren kann.“

Mit der genannten neuen Generation hatte es Petersberg nach dem Abstieg aus der Verbandsliga auch alles andere als leicht. Der Saisonstart verlief miserabel, nur ein Sieg und sechs Niederlagen standen nach sieben Spieltagen. Nach dem 2:0-Sieg gegen Thalau gelang die Wende mit drei Erfolgen am Stück. „Es wurde ein neues Kapitel nach dem Abstieg angefangen. Die Mannschaft hat sich verändert und wir setzen auf viele Jungspieler. Das ist die Philosophie des Vereins.“ Dass der Start so schlecht verläuft, hatte dennoch niemand auf der Rechnung. Petersberg fing sich erst, als die Taktik der vergangenen beiden Verbandsligajahre wieder praktiziert wurde. Dort agierte der RSV nämlich defensiver, spielte meist auf Konter. „Am Saisonanfang war dies nicht so. Wir standen schlecht und die Rückwärtsbewegung war auch nicht optimal. Deshalb haben wir wieder umgestellt. Der Aufwärtstrend ist seitdem erkennbar“, weiß von Pazatka.

Dementsprechend stolz ist der 25-Jährige auf das Team wie auch auf den Verein, dass man sich so gut aus der gefährdeten Zone rausgearbeitet hat. „Wenn du erstmal in diesem Strudel steckst, ist es schwer herauszukommen. Dafür muss man allen im Verein ein Kompliment machen. Jeder hat auch in dieser Phase die Lust am Fußball weiterhin gehabt, denn wäre das nicht so gewesen und wir wären in einen Trott verfallen, wäre es ganz, ganz schwer geworden.“ Der RSV Petersberg setzt sich deshalb gewiss nicht das Ziel, in die Verbandsliga zurückzukehren. Vielmehr soll die Mannschaft entwickelt werden. Dafür nehmen rund um den Waidesgrund alle in Kauf, in der Gruppenliga nicht ganz oben mitzuspielen.

Autor: Tobias Konrad

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