15.05.2019

Vorbilder sind die Eintracht und Hofbieber

Neuhof will nicht klein beigeben

Alexander Bär (links) traut seinem SV Neuhof heute den neuerlichen Einzug ins Pokalfinale zu. Viel wird in der Offensive auf Radek Görner (rechts) lasten, da der andere Torgarant Nikolcho Gorgiev gesperrt fehlt. Foto: Ralph Kraus

Der SV Neuhof befindet sich im Pokalfieber, anders ist Alexander Bärs Vorfreude auf das heutige Halbfinale gegen die SG Barockstadt nicht zu deuten. Als „Spiel des Jahres“ deklariert der SVN-Trainer das Aufeinandertreffen, das um 18.30 Uhr in der Glückaufkampfbahn angepfiffen wird.

Zu sehr will sich Bär nicht hinter der Rolle des Underdogs verstecken. „Klar, die Geschenkebox dürfen unsere Abwehrspieler nicht öffnen“, sagt er, weiß aber gleichzeitig, „dass wir zwar mehr mit Verteidigen als mit Stürmen beschäftigt sein werden, aber uns sicherlich nicht verstecken“. Die üblichen Pokal-Phrasen bemüht Bär natürlich auch und hat zwei Vorbilder: Sein Herzensclub Eintracht Frankfurt und den SV Hofbieber, der den Finaleinzug knapp verpasst hatte. Beide hätten in den knackigen Spielen die Dinge vereint, die für einen Pokalcoup notwendig seien. Und all das verspricht er der von ihm erwarteten großen Kulisse: „Ich kann versprechen, dass die Zuschauer ein hochklassiges Spiel sehen werden, weil Barockstadt mit Spielern wie Patrick Schaaf oder Leon Pomnitz über herausragende Akteure verfügt, wir aber auch einige Mann in unseren Reihen haben, die zeigen wollen, dass sie über ein hohes Niveau verfügen.“

Eines, das den SVN in Kürze auch in die Hessenliga führen könnte, in der die SG Barockstadt ein Ligakonkurrent wäre. „Jetzt können wir sehen, wie hoch unseres Niveau ist, weswegen ich auch die beste Elf ins Rennen schicken werde“, verspricht Bär, der einzig auf Rotsünder Nikolcho Gorgiev verzichten muss. Dass in den kommenden Wochen noch weitere ganz wichtige Spiele warten könnten, ist auch Bär nicht verborgen geblieben. Und genau deswegen solle sein Team alles reinlegen, „weil wir das auch quasi als Testlauf wahrnehmen und voll im Rhythmus bleiben“. Bei der SG Barockstadt ist Schaaf spielberechtigt, da seine Sperre nur in der Liga gilt.

Nicht unbedingt in tiefe Trauer wird Jürgen Radeck verfallen, sollte sich der Favorit für das Endspiel an Christi Himmelfahrt in Künzell gegen Johannesberg qualifizieren. Denn just an diesem Tage soll auch die Aufstiegsrunde zur Hessenliga mit dem Spiel zwischen den Teilnehmern aus Verbandsliga Mitte (aktuell Dietkirchen) und Verbandsliga Nord (SV Neuhof) beginnen. „Wenn Barockstadt gewinnt, muss ich mir keine Gedanken machen, ansonsten aber richtig viele“, sagt Verbandsfußballwart Radeck, der zu bedenken gibt, „dass wir einen Endspieltag, wie er in Künzell stattfindet, nicht so einfach wie ein einzelnes Endspiel platzen lassen können“. Radeck hatte ursprünglich ein ähnliches Problem mit Dietkirchen (Finalist im Kreis Limburg-Weilburg), dort wird das Endspiel nun aber weggelegt.

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