TGDW: Reulbachs Jonas Birkenbach

Wenn da nicht die Fremde wäre

16. November 2020, 08:00 Uhr

Eis drauf und weiter gehts – für Jonas Birkenbach (rechts) und Reulbach/Brand läuft es derzeit. Foto: Charlie Rolff

Neuer Trainer, neue Formation und damit neue Ambitionen? Die SG Reulbach/Brand spielt in der A-Liga Fulda/Rhön eine starke Hinrunde und kann mit einem Spiel weniger sogar auf Platz zwei springen. Möglich gemacht hat dies der Sieg vor der Winterpause gegen den TSV Weyhers, bei dem die Leistung von Stürmer Jonas Birkenbach zur Torgranate der Woche – powerd by Krah und Enders – gewürdigt wurde.

Was fehlt denn zur Spitzenmannschaft? „Im Vergleich zu den Heimspielen fehlt uns in der Fremde noch die Cleverness“, verdeutlicht Birkenbach. Daher ist es kaum verwunderlich, dass der Spielgemeinschaft die bisher drei Niederlagen – gegen Gersfeld (1:2), Langenbieber (1:2) und Ulstertal (1:2) – allesamt bei Auswärtspartien zugefügt wurden. „Wir waren nie die schlechtere Mannschaft, haben aber unsere Chancen nicht genutzt“, ärgert sich der Torjäger, der bereits neun Mal ins Schwarze traf. Trotz einem starken dritten Rang und 27 Punkten aus zwölf Spielen möchte der 24-Jährige den Ball flachhalten, schließlich habe niemand mit einer solch guten Hinrunde gerechnet. „Wir hatten uns schon vorgenommen, unter den Top-Fünf mitspielen. Dass wir jetzt auf dem dritten Rang stehen, ist Wahnsinn“, freut sich der Reulbacher. Als „schade“ betitelt der Stürmer indes die Tatsache, dass der Zweite in diesem Jahr keine Relegation spielt, schließlich führt nach seiner Meinung kein Weg an Dietershausen/Friesenhausen als Meister vorbei.

„Sie werden durchmarschieren. Allein die Qualität von Lucas Maierhof in der Offensive und Alexander Lembke in der Defensive ist immens“, verdeutlicht Birkenbach. Eine im positiven Sinne Teilschuld trägt auch die SG Reulbach/Brand daran, schließlich besiegten sie im letzten Spiel vor der Winterpause den ärgsten Verfolger des Primus – Weyhers - mit 2:1. Doppeltorschütze bei der SG: Jonas Birkenbach. „Nach dem 1:1 hatte ich noch eine riesen Möglichkeit zur Führung, vergab diese aber kläglich. Zum Glück konnte ich wenig später den Fehlschuss wiedergutmachen.“ Im Eins gegen Eins umkurvte der 24-Jährige Schlussmann Leon Trossbach und schob zur Führung ein. Mit diesem Dreier überholte die SG sogar Weyhers in der Tabelle.

Einen gewissen Anteil habe daran auch Neutrainer Dennis Sorg, der „frischen Wind und Schwung“ in die Mannschaft gebracht habe. „Viele, die gedacht haben, sie spielen keine Rolle mehr, sind wieder ins Training gekommen. Die Trainingsbeteiligung ist super“, gewährt Birkenbach Einblicke. Auch hat sich im Vergleich zur Spielzeit 2019/20 das Lazarett gelichtet und die Umstellung auf Viererkette trägt Früchte. Mit bisher zehn Gegentreffern nach zwölf Begegnungen besitzt Reulbach/Brand die zweitbeste Defensive in der Liga. Zum Vergleich: In der vergangenen Spielzeit waren es nach den ersten zwölf Spielen 29. „In den Testspielen haben wir teilweise sehr schlecht verteidigt und viel Lehrgeld gezahlt. Mittlerweile hat es sich aber gut eingependelt.“ Um in der Rückrunde den dritten Platz zu verteidigen, nimmt sich auch der schnelle Stürmer, der von klein auf für den Verein spielt, selbst in die Pflicht. „Ich lasse vor dem Tor noch zu viele Chancen liegen. Daran muss ich definitiv arbeiten.“ Jetzt aber ist erstmal Winterpause und Trainer Dennis Sorg hat der gesamten Mannschaft bis mindestens Ende des Jahres freigegeben. „Wir werden uns aber bestimmt, sofern es erlaubt ist, mal mit der Mannschaft zum Kicken verabreden“, erklärt Birkenbach.

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