Zink bleibt Regionalbeauftragter

Wer macht's? Der, der Zeit hat!

20. Mai 2021, 20:59 Uhr

Erhard Zink ist seit 2012 Regionalbeauftrager – und er bleibt's! Foto: Viktoria Goldbach

Alles beim Alten: Erhard Zink (67) ist erneut zum Regionalbeauftragten gewählt worden. Er vertritt somit weiterhin die Belange der vier Fußballkreise der Region Fulda im Verband.

Doch damit ist es nicht getan: Der Herbsteiner sitzt im Verbandsspielausschuss, er ist Teil des Verbandsvorstands, er leitet die Verbandsliga Nord und die Gruppenliga Fulda. Das alles von Amtswegen als Regionalbeauftragter. Zusätzlich ist er Fußballwart des Kreises Lauterbach/Hünfeld und Klassenleiter der A-Liga Lauterbach/Fulda. Und genau diese schiere Anzahl an Ämtern hatte im Vorfeld der Wahl am Dienstag zu Diskussionen geführt. Denn nach wie vor ist im HFV geregelt, dass eine Verbandsspielklasse, zu denen Verbands- und Gruppenliga gehören, nur der leiten darf, der Mitglied im Verbandsspielausschuss ist. Und das ist nur der Regionalbeauftragte.

Wer Regionalbeauftragter sein darf, ist verbandsseitig nicht klar geregelt, weswegen sich die Region Fulda hierzu im Jahre 2012 selbst einige Vorschriften gegeben hat. Diese besagen unter anderem, dass der Regionalbeauftragte Kreisfußballwart sein muss, dass der Regionalbeauftragte kein neuer Kreisfußballwart sein darf und dass ein regelmäßiger Wechsel zwischen den Kreisen stattfinden soll.

Dieser Wechsel ist seither nie vollzogen worden. Zink hatte damals das Amt des verstorbenen Bruno Eurich übernommen und aus einfachem Grund nicht mehr hergegeben: „Das Ganze kann nur einer machen, der viel Zeit hat“, sagt Rentner Zink, der für die kommenden drei Jahre im Amt von den vier stimmberechtigten Kreisfußballwarten einmütig bestätigt wurde. Ob er dies so lange ausüben wird, bleibt offen. „Wir haben dem HFV mit auf den Weg gegeben, dass dringend klar geregelt sein muss, wer Regionalbeauftragter sein darf und wie beispielsweise eine Aufgabenteilung stattfinden kann. Es kann ja nicht sein, dass beispielsweise mein Stellvertreter bei Sitzungen, bei denen ich nicht erscheinen kann, kein Stimmrecht für die Region Fulda besitzt“, sagt Zink.

Stellvertreter ist Thorsten Beck (Fulda), der wie Dietmar Pfeiffer (Schlüchtern) beruflich stark eingespannt ist und somit nicht das extrem breit gefächerte Aufgabengebiet hätte beackern können. Rainer Schmidt, vierter Kreisfußballwart im Bunde, ist hingegen in Hersfeld/Rotenburg neugewählt und stand aufgrund der ureigenen Fuldaer Vorschriften nicht zur Diskussion als neuer Regionalbeauftragter.

Trifft der HFV, wie er es dem Vernehmen nach weit oben auf der Agenda stehen hat, klare Reglungen, die unter anderem Aufgabenteilungen erlauben, kann Zink sich vorstellen, noch während seiner Amtszeit das Zepter weiterzureichen.

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