01.11.2019

Westderby ein Spiel ums Prestige

Gruppenliga: Germanen mit Heimspiel / Eiterfeld/Leimbach zu Hause

Denis Erovic (schwarzes Trikot) freut sich mit Müs auf das Derby gegen Großenlüder.

Das Westderby zwischen dem SV Müs und dem SV Großenlüder rückt in den Fokus der Gruppenliga: Hier geht es um mehr als nur drei Punkte.

„Man merkt in den letzten Tagen schon im Umfeld und auch bei der Mannschaft, dass das ein ganz besonderes Spiel ist. Da geht es um viel Prestige“, macht der Müser Trainer Denis Erovic klar, der die Derby-Atmosphäre noch aus dem Hinspiel kennt, das im Lüdertalstadion mit einem torlosen Remis endete.

„Die Tabelle ist so eng. Ganz schnell kann man wieder Vierter oder Fünfter sein, aber auch nach unten wird es knapper. Deshalb müssen wir zu Hause unbedingt einen raushauen“, fordert Erovic von seinen Germanen und baut dabei vor allem auf zwei Dinge: „Entscheidend wird sein, wer vom ersten Moment an wacher ist und wer mehr verinnerlicht, dass man in diesem Spiel mehr kämpfen und ackern muss, anstatt zu spielen.“

Großenlüder habe zwar eine sehr gute Qualität, „aber wir haben ein top Kameradschaft. Das ist unser ganz großes Plus in dieser Saison.“ Müs könnte das erste Halbjahr übrigens als beste Heimmannschaft abschließen. Sollte man die beiden letzten Spiele des Jahres (beide vor eigenem Publikum) gegen Großenlüder und Hosenfeld gewinnen, dann wäre man womöglich in der Heimtabelle ganz vorne.

„Ganz ehrlich? Vier Punkte würden mich auch schon zufriedenstellen. Sollten wir die holen, dann haben wir eine tolle Hinserie gespielt. Ein bisschen schade ist nur, dass wir einige Punkte unnötig haben liegen lassen. Wir könnten noch deutlich weiter oben stehen“, sagt Erovic, der auf zwei Spieler möglicherweise verzichten muss. Daniel Steuernagel bekam bei der jüngsten Niederlage in Künzell einen Schlag auf den Köchel und droht ebenso auszufallen wie Roman Bayerbach, der sich unter der Woche krank gemeldet hat.

Letztes Eiterfelder Heimspiel

Mit zwei Siegen ohne Gegentor hat sich mit der SG Eiterfeld/Leimbach ein weiterer Neuling ein ganzes Stück nach oben geschossen. Mittlerweile ist die Elf von Trainer Ante Markesic Sechster und könnte vor der Winterpause sogar noch den Angriff auf Rang zwei oder drei starten. Grundbedingung dafür wären aber drei Punkte am Samstag (15 Uhr) gegen den TSV Künzell, der sich mit dem 3:2 gegen Müs allerdings gerade erst frisches Selbstvertrauen geholt hat.

„Vor der Saison haben uns ja einige ganz vorne erwartet. Das war aber nie unser Anspruch, sondern wurde mehr von außen hereingetragen. Man muss bedenken, dass wir viele neue Spieler und einen neuen Trainer haben. Das muss sich alles erst einspielen, von daher sehen wir den bisherigen Saisonverlauf absolut positiv“, sagt der Vorsitzende Alexander Hübbe, der dennoch einigen verlorenen Punkten nachtrauert: „Ich denke da an die Partie gegen Petersberg oder auch an das Hinspiel in Künzell, das ja 2:2 endete. Aber auch so Spiele wie das in Thalau, in dem wir 2:0 geführt haben und bis zum Platzverweis gegen David Wollny alles im Griff hatten“, erklärt Hübbe.

Drei Mal müssen die Eiterfelder 2019 noch ran. Dem letzten Heimspiel gegen Künzell folgen noch die beiden Auswärtspartien bei Schlüchtern/Elm und in Petersberg. „Wenn wir aus diesen drei Spielen sechs Punkte holen würden, dann könnten wir von einer absolut überzeugenden Hinrunde sprechen", so Hübbe. Doch der Vorsitzende warnt vor dem Spiel gegen das Schlusslicht aus Künzell. „Das ist ja generell keine schlechte Mannschaft, die über jede Menge gute Einzelspieler verfügt. Nach dem Trainerwechsel war der Sieg gegen Müs bestimmt so etwas wie ein Hallo-Wach-Erlebnis für den Verein. Das wird eine knifflige Aufgabe.“ Gut für Eiterfeld/Leimbach: Personell stehen alle Mann zur Verfügung. Auch Kittichai Gutberlet, der letztes Wochenende an die Reserve „ausgeliehen“ wurde und dort mit drei Toren für wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sorgte.

Aber auch andere Spiele haben es wieder in sich: So darf man auf die Reaktion der SG Schlüchtern/Elm nach der Trennung von Bardo Hirsch gespannt sein. Die Reise führt die SG zu Hünfeld II. Und auch in Kerzell dürfte es am heutigen Abend (19 Uhr) durchaus kuschelig werden. Dann wird gegen Hosenfeld das vor 14 Tagen ausgefallene Spiel nachgeholt. Der Tabellenführer wunderte sich auch öffentlich enorm, warum dieses Spiel damals abgesagt worden war.

Die Spiele in der Übersicht

Freitag, 19 Uhr
SG Kerzell - Spvgg. Hosenfeld

Samstag, 15 Uhr
SG Eiterfeld/Leimbach - TSV Künzell

Sonntag, 14.30 Uhr
Spvgg. Hosenfeld - SG Oberzell/Züntersbach
SV Müs - SV Großenlüder
SG Aulatal - FT Fulda
FSV Thalau - SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach
SG Freiensteinau - SG Kerzell
SG Bronnzell - RSV Petersberg
Hünfelder SV II - SG Schlüchtern/Elm

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