10.11.2019

Wie aus einem Guss

Verbandsliga: Fröhlich viermal beteiligt

Gerangel in herbstlicher Idylle zwischen Barockstadts einzigen Torschützen Christoph Sternstein (links) und dem wieder mal sehr starke André Vogt. Foto: Charlie Rolff

Der Verbandsliga-Spitzenreiter hat eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass das 1:1 gegen den OSC Vellmar vor Wochenfrist nicht mehr als ein Ausrutscher war. Bei der Hessenliga-Reserve der SG Barockstadt spielte der Hünfelder SV ganz stark auf und entschied die Partie bereits vor der Pause. Der 5:1 (3:0)-Erfolg hätte deutlich höher ausfallen können.

Ballsicher, geduldig, spielfreudig, hellwach, variabel, dominant. Diese sechs Adjektive beschreiben den Auftritt des HSV wohl am treffendsten. Gerade Durchgang eins war ein Lehrbeispiel, wie ein Spitzenreiter eine von der Papierform her komplizierte Aufgabe auf fremdem Terrain zu lösen hat – und das, obwohl mit den beiden Kapitänen Julian Rohde (Nerv eingeklemmt) und Steffen Witzel (gesperrt) zwei Anführer passen mussten, weswegen Trainer Dominik Weber zum Umbauen gezwungen war.

Bereits die Führung nach 20 Minuten war überfällig: Hamed Noori foulte vollkommen unnötig Daniel Kornagel. Kornagel belohnte sich bei seinem Startelfdebüt selbst für seine zuletzt starke Form und traf vom Punkt eiskalt. Für Kornagel der vierte Treffer im fünften Spiel. Hünfelds bester Torschütze Maximilian Fröhlich war für das 2:0 verantwortlich. Und das Tor zeigte auf, wie überfordert der Gastgeber streckenweise war. Eine schnelle Ecke von Spielmacher Alexander Reith nutzte Kevin Krieger für eine ideale Flanke auf Fröhlichs Kopf. Mit der Handlungsschnelligkeit waren die Fuldaer überfordert.

Vogt trifft traumhaft

Den Vogel in Sachen Spielfreude schoss hingegen André Vogt ab, der von seinem mittlerweile kongenialen Partner auf der linken Seite, Maximilian Fröhlich, einen Ball in die Tiefe bekam und dann auf der Torauslinie drei Fuldaer vernaschte, um letztlich selbst zu treffen. Ein Traumtor, das die Fuldaer Pleite bereits mit dem Pausenpfiff besiegelte. Daran änderte auch nichts das zwischenzeitliche 1:3 durch Joker Christoph Sternstein, der einen tollen Diagonalball von Maurice Weitzel direkt verwertete (55.). Denn sowohl vor als auch nach SternsteinsTreffer betrieb Hünfeld irren Chancenwucher, schoss Hanns-Peter Schwarz richtiggehend warm und scheiterte hier und da auch an sich selbst. Zweimal klingelte es in der Schlussphase aber doch noch: Fröhlich legte für Joker Florian Münkel auf und traf nach Konter über Alexander Reith auch noch zum zweiten Male selbst.

Die Statistik:

SG Barockstadt II: Schwarz – Weitzel, Heil, Balzer, Noori (46. Sternstein) – Wolf, Hohmann (70. Wittke), Vinojcic (59. Friedrich), Odenwald – Göbel, Weber.
Hünfelder SV: Ernst – Neidhardt, Dücker, Häuser, Vogt – Gadermann, Alles – Kornagel (71. Münkel), Reith, Fröhlich (87. L. Baumgart) – Krieger (84. Geyer).
Schiedsrichter: Tim Waldinger (TSV Rauschenberg).
Zuschauer: 250.
Tore: 0:1 Daniel Kornagel (20., Foulelfmeter), 0:2 Maximilian Fröhlich (33.), 0:3 André Vogt (45.), 1:3 Christoph Sternstein (55.), 1:4 Florian Münkel (81.), 1:5 Maximilian Fröhlich (86.).

Autor: Johannes Götze

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema