12.09.2019

Wiederholungsspiel hinterlässt faden Beigeschmack

Kreisoberliga Süd: Schriftliche Stellungnahme der SG Gundhelm/Hutten

Zum Feiern zumute ist der SG Gundhelm/Hutten momentan nicht - obwohl die sportliche Situation allen Grund dazu gäbe. Foto: Ralf Hofacker

Das für morgen Abend angesetzte Wiederholungsspiel der Kreisoberliga Süd zwischen Gundhelm/Hutten und Herolz schlägt weiterhin hohe Wellen. Die SG Gundhelm/Hutten hat zu diesem Thema eine schriftliche Stellungnahme verfasst, die wir hier im Wortlaut veröffentlichen.

Die Stellungnahme im Wortlaut:

„Am kommenden Freitag steht uns, der SG Gundhelm/Hutten, das Wiederholungsspiel gegen den SV Herolz bevor.
In unseren Vereinen und auch im Fußballkreis ist der Spielabbruch und das dazugehörige Urteil selbstverständlich Thema und es wurde allerorts heiß diskutiert. Vorab möchten wir klarstellen, dass diese Stellungnahme keinerlei zusätzliches „Öl ins Feuer“ gießen soll.

Wir sehen uns aber verpflichtet, zu den Vorkommnissen Stellung zu beziehen und auch fehlende Informationen, trotz Anwesenheit der Presse beim Sportgerichtstermin, öffentlich kundzutun.

Nach kurzer Abwägung der Erfolgsaussichten bei einem Veto gegen das ausgesprochene Urteil, stimmten wir einen Tag nach der Verhandlung dem Urteil zu. Die Stellungnahme erfolgt zum jetzigen Zeitpunkt, da der Fokus in den letzten beiden Wochen ausnahmslos auf unseren jeweils nächsten Spielen lag. Nun bereiten wir unser Team also auf ein Spiel vor, welches mit einer 3:0-Führung in der 65. Minute schon fast gewonnen war. Aber der Reihe nach: Das Bespucken des Schiedsrichters vom Herolzer Spieler Koch, übrigens kein Novum des Spielers in diesem Spiel, ob nun Absicht oder nicht, folgte der Spielabbruch.

Die Angelegenheit in einem schriftlichen Verfahren schnell und unkompliziert zu lösen, wir hatten einen gesperrten Spieler, der von der offiziellen Wertung des Spieles abhängig war, wurde widerrufen. Hier wurden wir ohne eigenes Verschulden erstmal benachteiligt. Zur mündlichen Verhandlung vor dem Sportgericht Schlüchtern erschien dann der Schiedsrichter mit seinem zuständigen KSO und wie üblich zwei Vertreter der jeweils betroffenen Vereine. Das einer der beiden Vereinsvertreter vom SV Herolz jedoch der Vorsitzende des Kreissportgerichts Schlüchtern, Steffen Krah, war, mag zwar legitim sein, ein fader Beigeschmack bleibt bei diesem Szenario schon.

Seinem Heimatverein mit Rat und Tat zur Seite zu stehen ist vollkommen in Ordnung, dass der Vorsitzende allerdings vor „sein eigenes“ Sportgericht zieht, mag allenfalls am ersten April der Normalität zuzuordnen sein.

Inwieweit der gestellte Antrag (per whatsapp vorab angekündigt) von Herrn Krah, das Spiel zugunsten von Gundhelm/Hutten zu werten, glaubwürdig erscheint, darf auch jeder für sich selbst entscheiden. Keiner kannte die Erfolgsaussichten besser als der Antragsteller selbst. By the way: Jeder kennt den Weg, wie man ein Spiel exakt 0:3 verliert.

Kommen wir zu guter Letzt zur Terminfindung.

Vom Klassenleiter wurde den beiden Vereinen bei der Terminplanung freie Hand gelassen. Sollte man sich nicht einigen, wird das Spiel am Freitag, den 13. September 2019, angesetzt. Um das Verletzungsrisiko und den Kräfteverschleiß vor dem Spiel am Sonntag gegen den SV Flieden II so gering wie möglich zu halten, haben wir den SV Herolz gebeten, das Spiel an diesem Mittwoch oder Donnerstag zu bestreiten. Weiterhin wurde erwähnt, dass am Freitag vier Spieler des Stammpersonals fehlen. Inwieweit der SV Herolz uns entgegenkam, kann man an der Ansetzung des Spiels sehen. Ein weiterer Aspekt, wie ernst der o.g. Antrag zu nehmen ist.

Nach turbulenten Tagen, in denen viel erklärt, erzählt und diskutiert wurde, richten wir nun unser Augenmerk auf das Sportliche. Bleibt im Sinne der sportlichen Fairness zu hoffen, dass am Ende der Saison nicht irgendein Verein in relevanten Tabellenregionen der Ligazugehörigkeit betreffend sein Saisonziel verfehlt, weil man nur 30 anstatt 31 Chancen bekam, Punkte zu holen.

Gez.

Die Vorstände der SG Hutten und des FSV Gundhelm“

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