08.11.2019

Wildeck schwört auf alte Fußballerregel

Kreisoberliga Nord: Kampf um Rang zwei

Wildecks Trainer Mike Lindemann hat derzeit wenig an seiner Mannschaft auszusetzen. Foto: Eyert

Die Top-Teams der Kreisoberliga Nord stehen dort, wo sie jeder erwartet hat. Dass sich jedoch die SG Wildeck ebenfalls ganz oben eingenistet hat, kommt dann doch etwas überraschend daher.

Ein einstelliger Tabellenplatz war das Saisonziel, doch bereits früh in der Saison merkten die Mannen um Trainer Mike Lindemann, dass noch etwas mehr möglich ist. "Wir haben uns an einer alten Fußballerregel orientiert, denn wenn man einen guten Start hat, kommt man in einen Lauf. Das war bei uns so, denn wir haben unsere Spiele nicht alle souverän gewonnen", meint der Coach. Elf Siege stehen auf der Habenseite, wobei allein alle zehn Heimspiele gewonnen wurden, welche die Statistik aufhübschen. Für Lindemann ist die Heimstärke die Grundlage des Erfolgs, denn auswärts drückt der Schuh noch etwas, wobei die SGW bereits zu den Spitzenteams der Liga reisen musste.

Nach Hönebach (2:2), Festspielstadt (0:3) und Niederaula/Kerspenhausen (0:4) steht nun der nächste Kracher in der Fremde an. In Bebra (Sonntag, 14.30 Uhr) treffen zwei Teams aufeinander, die sich beide berechtigte Hoffnungen auf den Relegationsplatz machen dürfen. "Bebra hat zuletzt mit dem Sieg in Hönebach aufhorchen lassen. Das hat mich aber nicht erschrocken, denn sie haben schon öfters gezeigt, dass sie offensiv sehr stark sind. Am Sonntag ist Bebra der Favorit – und vielleicht gelingt es uns, wie beim 5:3 im Hinspiel, erneut etwas mitzunehmen. Dafür brauchen wir einen Tag wie in Steinbach, als jede Chance zu einem Tor führte", blickt Lindemann voraus.

Kampfansagen, dass Platz zwei am Ende stehen soll, unterlässt der 50-Jährige: "Die Festspielstadt hat mittlerweile Konstanz reinbekommen und ist für mich der heißeste Kandidat. Vielleicht können sie sogar noch Hönebach abfangen. Aber auch Bebra und Niederaula/Kerspenhausen sehe ich mit guten Chancen." Sollte letztlich sein Team bis zum Ende oben dran bleiben, "wird sicher niemand etwas dagegen haben. Es ist aber bei weitem kein Muss." Die bislang ergatterten 35 Zähler sind für Lindemann exakt die Anzahl, die bis zur Winterpause zu Buche stehen sollten. "Motivation für eine ähnlich gute Rückrunde ist dadurch vorhanden", weiß der Coach. Einziger Wermutstropfen ist der Kreuzbandriss von Yannick Rimbach, den sich der 22-Jährige Mitte Oktober beim Spiel gegen Weiterode zugezogen hat.

Die Spiele in der Übersicht

Freitag, 19 Uhr
SG Dittlofrod/Körnbach – SV Steinbach II

Sonntag, 14.30 Uhr
ESV Hönebach – FSV Hohe Luft
VfL Philippsthal – SG Niederaula/Kerspenhausen
Rasdorfer SC – SG Niederjossa/Breitenbach
SG Haunetal – SG Festspielstadt
FSG BebraSG Wildeck
SG Mecklar/Meckbach/Reilos – ESV Weiterode
FSG Hohenroda – SG Heinebach/Osterbach

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