Hanslik-Geld geht in Jugendarbeit

„Wir sind Daniel total dankbar“

19. November 2020, 12:34 Uhr

Daniel Hanslik sorgte in Unterhaun für glücklicher Gesichter. Foto: Charlie Rolff

Der SV Unterhaun ist einer der großen Profiteure von Daniel Hansliks Fußballkarriere. Aufgrund seines Zweitliga-Debüts für Holstein Kiel vor gut einem Jahr bekam der Verein 30.900 Euro (und nicht wie zunächst berichtet 37.200 Euro) als Aufwandsentschädigung überwiesen. SVU-Vorstand Heiko Hummel erklärt, was der Verein mit dem Geld anstellen will.

"Der Sinn dieser Entschädigungen ist, dass das Geld auch für die Jugendarbeit verwendet wird. Und das werden wir auch tun“, erklärt Hummel. Aber nicht sofort, wie Hummel aus zweierlei Gründen erklärt: „Wir sind im Jugendbereich aktuell sehr gut aufgestellt. Ob Bambini oder Juniorinnen. Bei uns laufen alle mit dem gleichen Trainingsanzug rum. Wir haben genug kleine Tore und wir haben gute Bälle. Außerdem hat auch uns die Corona-Pandemie zugesetzt. Daher werden wir das Geld erst einmal auf die hohe Kante legen. Es wird uns die nächsten Jahre über Wasser halten.“

In der Tat läuft die Jugendarbeit rund: Zwar können die „Wölfe“ derzeit keine A-Junioren stellen und sind mit B- und C-Junioren in einer Spielgemeinschaft mit Solztal, aber in den anderen Jahrgängen ist der SVU eigenständig. Besonders die U14- und U16-Juniorinnen sind erfolgreich und lassen in Hummel den Traum einer eigenen Frauenmannschaft in greifbare Nähe rücken.

Der heutige FCK-Profi Hanslik war von August 2003 bis Juni 2010 für den SV Unterhaun aktiv. Für Hummel ist das Geld in der heutigen Zeit ein Segen: „Wir sind Daniel total dankbar. Wir verfolgen seinen Weg natürlich sehr genau und fiebern mit ihm mit.“ Doch Hummel will Hansliks Erfolg keinesfalls seinem Verein zuschreiben: „Viele Vereine betreiben gute Jugendarbeit. Wir hatten ganz einfach Glück, dass es mal einer von uns bis in den Profibereich geschafft hat.

Wieso der SVU Geld erhalten hat, könnt ihr hier lesen.

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