15.08.2017

"Wollen sportlichen Nachweis geben, Aushängeschild der Region zu sein"

Weber und Viktorias U19 haben großen Umbruch hinter sich

Torsten Weber war lange für den SV Buchonia Flieden tätig.

Viktoria Fuldas A-Junioren waren in den vergangenen Monaten Thema zahlreicher Presseberichte. Unter anderem ging es um die Abmeldung der U-18-Mannschaft, später beklagte sich Vorsitzender Thomas Dreifürst darüber, dass andere Vereine Jugendspieler der Viktoria abwerben würde. Nun ist es wieder Zeit, den Fokus auf das Sportliche zu legen: Am Sonntag (11 Uhr) startet der JFV mit einem Heimspiel gegen Hessen Kassel in die Hessenliga-Saison.

"Ich erwarte ein sehr intensives Spiel. Aber es ist natürlich unser Ziel zu gewinnen", macht Coach Torsten Weber klar, der mit seinem "Co" Sebastian Kager das Trainerteam der U19-Mannschaft bildet. Fast zwei Monate lang hatte die neu formierte Truppe Zeit, sich zu finden, schon in der vorletzten Juniwoche begann die Vorbereitung. Die Testspielergebnisse (4:2 gegen Eichenzell, 3:1 gegen Schweinfurt) konnten sich dabei sehen lassen, acht Neuzugänge wurden erfolgreich integriert. Einzige Wermutstropfen sind die Verletzungen der beiden Neuen des JFV Bad Soden-Salmünster: Hamed Noori plagen Leistenprobleme, Dennis Felber hat sich gar einen Kreuzbandriss zugezogen.

"Diese beiden werden uns richtig fehlen. Aber auch die anderen Neuzugänge werden uns menschlich und sportlich weiterhelfen", so Weber, der sich freut, eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt zu haben: "Ich habe vor den Jungs allergrößten Respekt, dass sie trotz der Entwicklungen der letzten Woche an Bord geblieben sind. Den Charaktertest haben sie schon bestanden", freut sich Weber, der den vielen Abgängen auch nicht hinterher trauert: "Im Rahmen der Pressemitteilung wurde eigentlich schon alles gesagt. Es sollte aber alle nachdenklich stimmen, die sich ehrenamtlich engagieren, wenn Spieler nicht zu ihrem Wort stehen."

Da viele Akteure aus dem älteren Jahrgang in den Seniorenbereich gewechselt sind, besteht der 24-köpfige Kader nun zur Hälfte aus Spielern des älteren und jüngeren Jahrgangs. Franz Ruppel oder Dominik Hanslik durften bereits das Trainingslager mit der ersten Mannschaft des TSV Lehnerz bestreiten. "Was gibt es für einen jungen Spieler schöneres? Er kann sich schon jetzt mit den Seniorenspielern messen. Generell haben Bronnzell und Lehnerz ja nachgewiesen, auf junge Spieler setzen zu wollen", lobt Weber. So sollen die Spieler, die es nicht in das Aufgebot schaffen, aufgrund der fehlenden zweiten Mannschaft stattdessen Spielpraxis im Seniorenbereich sammeln.

Zunächst einmal soll aber der volle Fokus auf der A-Jugend liegen. Nach dem Auftaktspiel gegen Kassel folgen die Spiele gegen Schwanheim und Griesheim, Tabellennachbarn des Vorjahres: "Das sind Gegner auf Augenhöhe, für uns sind das echte Gradmesser", weiß der Übungsleiter, der keinen konkreten Platz als Ziel ausgeben will: "Wir wollen den sportlichen Nachweis geben, das Aushängeschild der Region im Jugendbereich zu sein. Deswegen geht es in erster Linie um den Klassenerhalt. Dazu möchten wir die gute Arbeit von Sebastian Vollmar fortführen und die Mannschaft sowie einzelne Spieler weiterentwickeln."

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