Turnaround?

"Wollen wieder ein Lächeln im Gesicht haben"

Kreisoberliga Nord: Martin Köthe und Heinebach/Osterbach wollen den Turnaround

20. September 2019, 09:58 Uhr

Jonas Dick (links, hier im Duell mit Steinbachs Christian Beikirch) lieferte mit Heinebach/Osterbach zuletzt viel Spektakel. Foto: Kevin Kremer

Sucht der fußballbegeisterte Anhänger nach Unterhaltung, war er in den vergangenen Spielen bei der SG Heinebach/Osterbach genau richtig. Doch die Verantwortlichen des Tabellenvierzehnten der Kreisoberliga Nord hatten weniger Spaß daran – und beim Blick auf die kommenden Aufgaben scheint wenig Besserung in Sicht.

4:6 bei Haunetal, 4:5 bei Steinbach II. Tore sahen die Zuschauer reichlich, doch Heinebach/Osterbach trat die Heimreise stehts ohne Punkte an. Allgemein gab in den vergangenen Wochen wenig für die Elf von Martin Köthe zu ernten – im Gegensatz zum Saisonbeginn, als sieben Zähler aus den ersten vier Spielen auf eine ruhige Runde hindeuteten. „Anfangs war das Selbstvertrauen vorhanden. Die jungen Leute haben zudem sofort eingeschlagen. Nach und nach kam immer mehr das Pech durch Verletzungen, so dass wichtige Säulen wie Artur Penner oder Szabolcs Szaraz ausfielen. Diese Jungs machen doch noch den Unterschied“, weiß Köthe.

Die vielen Gegentore wurmen den Coach, obwohl er selbst lieber den offensiven Fußball mag. Die Vorgabe für die kommenden Spiele ist deshalb klar, denn die Null soll stehen, die Unsicherheit in der Defensive verschwinden. „Wir finden aktuell die Balance zwischen Defensive und Offensive nicht. Meist legen wir dem Gegner noch die Tore auf. Nackenschläge kassieren wir zu viele – und das, obwohl ich den Jungs im Training nichts vorwerfen kann. Jetzt heißt es die Köpfe frei bekommen und kämpfen, kratzen und beißen“, meint Köthe.

Die genannten Attribute sind beim Blick auf die kommenden Aufgaben zwingend notwendig, denn mit Bebra, Hönebach und Wildeck warten drei Mannschaften aus der Top-Region der Tabelle auf den letztjährigen Aufsteiger, der in der Kreisoberliga heimisch werden möchte. „Als größter Ortsteil der Gemeinde Alheim wollen wir auch am höchsten spielen. Wir können uns nicht wieder auf eine gute Rückrunde verlassen“, mahnt der Trainer, dessen Mannschaft dank starker 25 Punkte in der vergangenen Rückrunde noch souverän die Liga hielt. Vielleicht gelingt ausgerechnet gegen die Top-Teams der Liga der Turnaround, denn alles andere als drei Niederlagen wäre eine Überraschung. „Vielleicht spielt uns das in die Karten, denn wir wollen mal wieder ein Lächeln im Gesicht haben“, frohlockt Köthe.

Die Spiele in der Übersicht

Freitag, 18 Uhr
Rasdorfer SC – FSG Hohenroda

Sonntag, 15 Uhr
SV Steinbach II – ESV Weiterode
SG Haunetal – SG Mecklar/Meckbach/Reilos
VfL Philippsthal – FSV Hohe Luft
SG Dittlofrod/Körnbach – SG Festspielstadt
SG Wildeck – SG Niederjossa/Breitenbach
ESV Hönebach – SG Niederaula/Kerspenhausen
FSG Bebra – SG Heinebach/Osterbach

Kommentieren