24.04.2019

Zettl-Ära endet nach der Saison

KOL Nord: Langfristiges Ziel der SG Niederaula/Kerspenhausen ist die Gruppenliga

Marvin Freisinger wird bei der SG Niederaula/Kerspenhausen auch in der kommenden Saison das Tor hüten. Sein Trainer wird allerdings ein anderer sein. Foto: Verein

Beim Nord-Kreisoberligisten Niederaula/Kerspenhausen steht in der Sommerpause ein Trainerwechsel an. Der dezeitige Coach Volker Zettl legt dann nämlich sein Amt nieder und wird vorerst Abstand vom Fußball gewinnen. Der Vorstand um Martin Diebel hat derweil bereits Pläne für die mittelfristige Zukunft der SG Niederaula/Kerspenhausen.

"Nach über 30 Jahren möchte ich einfach etwas weniger Zeit am Sportplatz verbringen. Das versteht zum Glück auch jeder im Verein", meint der scheidende Coach auf Nachfrage, der die Jahre in Niederaula schon gar nicht mehr zählen kann. "Ich habe in Niederaula gespielt, bin aber zwischendurch immer wieder als Interimstrainer eingesprungen, wenn ein Trainer entlassen wurde. Parallel dazu war ich auch als Juniorentrainer aktiv. Damals habe ich das aber gern gemacht und hatte auch Spaß dabei, doch dieser ist momentan etwas verloren gegangen, weil es mit der Zeit doch sehr anstrengend ist", weiß Zettl.

Die größten Erfolge fallen dem mittlerweile 53-Jährigen auf Anhieb ein: "Mit den C-Junioren sind wir Meister der Gruppenliga geworden, wären eigentlich in der Hessenliga an den Start gegangen, haben jedoch nach Saisonende dem Verband mitgeteilt, dass wir gerne weiterhin Gruppenliga spielen würden. Da das nicht möglich war, mussten wir anschließend in der Kreisliga antreten. Bei den Senioren war der Aufstieg in die Verbandsliga mit Niederaula sicherlich ein Highlight." Jetzt sei es hingegen an der Zeit für eine Pause, denn Zettl ist der festen Überzeugung, "dass die Jungs frischen Wind brauchen."

Seinem Wunsch kam der Verein nach, denn der Vorstand um Martin Diebel kann Volker Zettl gar nicht böse sein: "Er hat so viel für den Verein getan. Irgendwann musste seine Entscheidung so kommen, auch wenn es ein herber Schlag sicherlich ist." Ein neuer Trainer ist derweil noch nicht in Aussicht, die Gespräche laufen noch. "Ziel ist es allerdings, dass wir unsere Mannschaft und unser Umfeld wieder aufbauen. Langfristig ist die Gruppenliga angepeilt", sagt Diebel. Der erste Vorsitzende macht jedoch klar, dass das noch ein paar Jährchen dauern werde, denn kurzfristig soll mit einigen Jungs, die aus den A-Junioren herauskommen, der Blick in der Kreisoberliga ins obere Tabellendrittel gehen. Dafür bleibt zudem die ganze Mannschaft zusammen.

Autor: Tobias Konrad

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