SGBH und SGO

Zwei Teams, eine Bilanz

A-Liga Schlüchtern: Spitzenduo schaut dennoch nicht nur auf sich selbst

22. Oktober 2019, 12:00 Uhr

Marcel Zintel (links) und Mirko Kress halten sich vor der Winterpause noch mit Kampfansagen zurück.

Die Hinrunde in der A-Liga Schlüchtern ist seit Sonntag beendet, und mit der SG Bellings/Hohenzell und der SG Oberkalbach ist es den zwei Teams an der Spitze tatsächlich gelungen, nicht nur die gleiche Punktzahl, sondern auch das identische Torverhältnis aufzuweisen.

Oberkalbachs Spielertrainer Mirko Kress will dennoch keinen Zweikampf um den Titel ausrufen, „schließlich ist Distelrasen nur wegen der Niederlage gegen Altengronau/Jossa am Freitag nicht ebenfalls punktgleich mit uns. Dazu habe ich auch Rommerz und Niederzell nicht abgeschrieben.“ Auch sein Gegenüber von der SGBH, Marcel Zintel, will nicht nur ausschließlich sein Team und die SGO auf den Favoritenschild heben: „Alle Teams oben agieren auf einem ähnlichen Niveau, es wird wohl bis zum Schluss kein Team wie Herolz im Vorjahr geben, das vorneweg marschiert.“ Deswegen gelte es für seine Mannen nun erst einmal, ordentlich in die Winterpause zu kommen: „Unsere beiden Spiele bis zum Winter sind happig. Vier bis sechs Punkte gegen Veitsteinbach und Distelrasen, dann können wir gerne mal von Kampfansagen reden.“

Wäre die Saison heute schon vorbei, dann wäre Bellings/Hohenzell Meister, ging der direkte Vergleich gegen den Kontrahenten Ende September am Oberkalbacher Geisberg doch an die Zintel-Elf. „Da haben wir kein gutes Spiel gemacht, Bellings/Hohenzell hat vor allem dank einer starken ersten Halbzeit verdient gewonnen“, weiß Kress, Zintel betont, „dass wir da oben unser bislang bestes Spiel gemacht haben in dieser Saison.“

Diese ist für Bellings/Hohenzell mit drei Unentschieden aus den ersten vier Spielen schleppend angelaufen. „Die Vorbereitung war nicht gut, wir mussten in die Saison hinein noch im Training an der Kondition feilen“, so der 29-jährige Zintel, der sich nach seinen ersten eineinhalb Jahren als Spielertrainer langsam an die Kreisligaverhältnisse gewöhnt hat. „Es gibt so viele andere Verpflichtungen für die Spieler in diesen Ligen, das kannte ich zu meiner Zeit in Flieden oder Bad Soden nicht so. Wichtig ist mir, dass die Jungs begreifen, welch große Chance wir dieses Jahr haben.“ Generell sei der Teamgeist aber absolut gegeben, mit René Landes und Nico Simon hätten sich Führungsfiguren herauskristallisiert – und die Rivalität zwischen den beiden Dörfern sei im dritten Jahr der Spielgemeinschaft abgeebbt. „Für uns spricht, dass wir trotz zehn 0:1-Rückständen in 14 Spielen nie verloren haben und dadurch Selbstvertrauen getankt haben“, ist Marcel Zintel schon ein bisschen stolz.

Was die punktgleichen Oberkalbacher angeht, merkt Angreifer Zintel an, „dass die in diesem Jahr ihre schwierigen Spiele auch mal dreckig gewinnen, so wie zum Beispiel am Wochenende in Bermuthshain.“ Mirko Kress (35) hingegen sieht den Kontrahenten durch den Spieler Marcel Zintel im Vorteil: „Wir kommen auch voll übers Team, aber so einen Stürmer der Extraklasse wie Marcel Zintel, den haben wir nicht. Wenn Marcel sich komplett von seinem Muskelbündelriss erholt hat und wieder richtig fit ist, dann kann er oftmals den Unterschied ausmachen.“

Autor: Christian Halling

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