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Duell unter Freunden

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Von: Tobias Konrad

Jan-Niklas Jordan SG Bronnzell SG Barockstadt
Der doppelte Jan-Niklas Jordan: Mit seinem jetzigen und Jugendverein SG Viktoria Bronnzell empfängt er im Bitburger Kreispokal-Finale Ex-Verein SG Barockstadt. © Memento36, Charlie Rolff

1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8. Acht Spieler des aktuellen Kaders der SG Viktoria Bronnzell haben in der jüngeren Vergangenheit das Trikot der SG Barockstadt getragen. Im Bitburger Kreispokal-Finale treffen die Teams morgen (19 Uhr) in der Heppeau aufeinander.

Ein Duell unter Freunden? Ein Duell ehemaliger Weggefährten? Ein Duell zweier Partner im Jugendbereich? Zahlreiche Gemeinsamkeiten weisen Bronnzell und Barockstadt auf, selbst das Synonym „SGB“ taugt für beide. Es herrscht ein wenig das Gefühl, dass der morgige Abend auf dem Sportgelände der Viktoria eine familiäre Angelegenheit werden könnte. Denn die Bedeutung des Endspiels ist nicht mehr die allerhöchste. Beide Teams sind fix im Hessenpokal vertreten – Bronnzell in der ersten Runde bei Gruppenligist Hönebach, Barockstadt greift erst im Achtelfinale ein. Doch gewinnen wollen beide dennoch das Double – schließlich eint sie zu guter Letzt, dass in der jeweiligen Liga der Meistertitel errungen wurde.

Die Rollen sind gewiss klar verteilt. Neu-Regionalligist Barockstadt spielt seit 2018 zum vierten Mal im Kreispokal und will zum vierten Mal den Pott holen, während Neu-Verbandsligist Bronnzell so lange wie möglich dem Nachbarn Paroli bieten und dem Vereinsumfeld einen tollen Abend bieten möchte. „Es ist ein großes Ding für uns. Ein Pflichtspiel gegen einen Regionalligisten ist besonders. Und die Umstände natürlich auch“, sagt Jan-Niklas Jordan, einer der acht angesprochenen Spieler neben Julian Pecks, Kevin Hohmann, Christoph Sternstein, Franz Ruppel, Maximilian Balzer, Marek Weber und Niklas Breunung.

Jubel bei „familiärer“ Viktoria ist erlaubt

Jordans angesprochene Umstände sind einleuchtend. In Lehnerz und mit der Barockstadt erlebte er glorreiche Momente in der Hessenliga, Kontakte und Freundschaften zu Spielern und Vorstand bestehen weiterhin. „Natürlich verfolge ich nach wie vor alles. Wir hatten – und da spreche ich für die anderen sieben Jungs mit – eine schöne Zeit. Bei der Barockstadt wird im semiprofessionellen Bereich gearbeitet, während in Bronnzell alles noch familiär gehalten wird. Das zeichnet die Viktoria aus, deshalb sind wir alle nach der tollen Jugendzeit hierher zurückgekehrt. Wir können dem Verein etwas zurückgeben“, schildert Jordan.

Dank seines Dreierpacks beim 3:1 am Freitag gegen Ehrenberg erreichte das Stefan-Dresel-Team das Cup-Endspiel. Ob sich der 29-Jährige nur warmgeschossen hat? „Es lief echt gut“, spielt Jordan auf seinen Lauf an, der sein Traumtor per Volley-Kracher zum 3:0 herbeiführte. Sollte es erneut blendend laufen, dürfen ebenfalls Emotionen her. Ein Jubelverbot vor einer „hoffentlich schönen Kulisse“ legt er sich nicht auf.

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