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Wilde Fahrt: Zwei Platzverweise, aber im Elfmeterschießen weiter

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Von: Johannes Götze

Dragan Sicaja Trainer Eintracht Stadtallendorf im Spiel gegen den Hünfelder SV 2021
Dragan Sicaja und der TSV Eintracht Stadtallendorf hatten alle Hände voll zu tun. Am Ende langte es in doppelter Unterzahl zum Weiterkommen. © Stefan Tschersich

Der TSV Eintracht Stadtallendorf steht im Hessenpokal-Viertelfinale: Beim SV Zeilsheim siegte der Hessenliga-Primus in einem wahnwitzigen Spiel mit 9:8 (3:3, 2:2, 1:1) nach Elfmeterschießen und trifft nun auf den Regionalligisten TSV Steinbach Haiger.

„Das war ein typisches Pokalspiel. Beim Gegner waren einige Neue dabei, dazu ein neuer Trainer und von Anfang an war richtig Feuer im Spiel. Vielleicht hat der Schiedsrichter da zu viel zugelassen und zu wenig dagegen unternommen“, sagt TSV-Trainer Dragan Sicaja, der schon während der regulären 90 Minuten ein wildes Spiel erlebte. Doch die Verlängerung toppte dann diese um ein Vielfaches: Timo Cecen brachte den Gast in Unterzahl erneut in Front, dann flog mit Arifi ein zweiter Gästeakteur, bevor Josef Sultani in der Schlussminute der Verlängerung per direktem Freistoß das Elfmeterschießen erzwang.

Und auch das war eine Geschichte für sich: Nach zwölf Schützen stand es 5:5, dann hielt Stadtallendorfs Keeper Tolga Sahin klasse per Fußabwehr gegen Patrick Kalata, bevor Leon Lindenthal zum ominösen Punkt schritt: Seinen nicht ideal platzierten Versuch hatte SVZ-Keeper Dominik Reining fast schon gehalten, doch das Leder kullerte noch gegen den Innenpfosten und blieb fast ohne Geschwindigkeit kurz hinter der Linie liegen. Für Sicaja zählte letztlich das Ergebnis, aber insgesamt bemängelte er, dass sein Team insgesamt zu viel zugelassen hätte.

Statistik

SV Zeilsheim: Reining; Pitas, Auer, Hofmeier, Sultani, Grigorian (86. Kalata), Gürsoy, Hagley (118. Aykir), Fujiwara, Pandza, Tesfaldet.
Eintracht Stadtallendorf: Sahin; Markovic (59. Bremer), Williams, Schütze, Heuser, Ofori, Arifi, Schadeberg, Zildovic, Wiessner (60. Lindenthal), Cecen.
Schiedsrichter: Marius Ulbrich (Phönix Düdelsheim).
Zuschauer: 200.
Tore: 0:1 Arne Schütze (24.), 1:1 Raffael Grigorian (28., Foulelfmeter), 2:1 Abdussamed Gürsoy (47.), 2:2 Timo Cecen (55.), 2:3 Timo Cecen (109.), 3:3 Josef Sultani (120.).
Rote Karte: Christopher Schadeberg (Stadtallendorf) wegen Notbremse (62.).
Gelb-Rote Karte: Muhamet Arifi (118., Stadtallendorf).

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