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Solak trifft doppelt – Fernwald im Viertelfinale

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Erdinc Solak im Trikot von Teutonia Watzenberg
Erdinc Solak erzielte beide Tore für den FSV Fernwald. © Verein

Etwas glücklich setzte sich der FSV Fernwald im Achtelfinale des Hessenpokals gegen Türk Gücü Friedberg mit 2:1 (2:0) durch und erwartet im Viertelfinale Regionalliga-Spitzenclub Kickers Offenbach. In einem intensiven Pokalmatch zweier Hessenligisten hatten die Gäste mehr vom Spiel, gingen aber als Verlierer vom Platz, weil Fernwald schon in der ersten halben Stunde den Grundstein zum Weiterkommen legte. 

Fernwalds Offensivspieler Erdinc Solak, vor zwei Jahren auch für eine Spielzeit bei den Gästen, avancierte schon im ersten Abschnitt mit zwei Toren zum Matchwinner bei den Gastgebern. Beim 1:0 traf er per abgefälschtem Freistoß (6.). Beim zweiten Treffer wurde Solak bei der Ballannahme nicht gestört, konnte dann ungehindert weiter laufen und aus 18 Metern zentral treffen (29.). Zwischendurch hatte Friedberg schon das Heft in die Hand genommen und war nach Eckbällen zu Chancen durch Stürmer Noah Michel und Jan-Philipp Häuser gekommen. Früh beendet war die Partie indes für Gästeakteur Peter Jost. Bei einem Kopfballduell mit Samuel Sesay blieb der TGF-Spieler stark blutend am Boden liegen. Sofort wurde nach ersten Hilfsmaßnahmen ein Krankenwagen gerufen. 

Der Wille war einfach entscheidend.

Daniyel Bulut

Nach einer fünfminütigen Unterbrechung kam Alit Usic ins Spiel. Kurz darauf gab es Elfmeter für die Gäste, nachdem Kevin Göbel seinen Gegenspieler Demyan Imek gelegt hatte. Michel - normalerweise ein sicherer Elfmeterschütze - versagten die Nerven und er scheiterte an FSV-Keeper Mithat Sahin (35.). Im zweiten Abschnitt kamen die Gäste dann besser ins Spiel und verkürzten durch einen Imek-Abstauber, nachdem Sahin den Distanzschuss von Murad Mahmudov nach vorne abgewehrt hatte (49.). Nun konnte man kaum mehr erkennen, dass Fernwald an der Aufstiegsrunde teilnimmt und Friedberg in den Abstiegskampf verwickelt ist, sodass sich beide Vereine im Punktspielbetrieb in dieser Saison nicht begegnen werden. Bei Fernwald lief weiter viel über Solak, auch wenn sich die Gastgeber nun vermehrt auf Konter verlegten. 

Nach einer Stunde forderten die heimischen Zuschauer vehement Elfmeter, doch Schiedsrichter Mirko Radl pfiff hier genauso wenig wie auf der Gegenseite nach einem Foul an Michel (84.). Die Gäste wollten nun die Verlängerung erzwingen, aber insbesondere der aus Asien zurückgekehrte Ex-Profi Masih Saighani hatte bei Kopfbällen im Abschluss kein Glück. Zudem wurde in der Vorwärtsbewegung zu früh der Ball verloren. So überstanden die Platzherren die Drangphase der Wetterauer mit Glück und Geschick unbeschadet und freuen sich nun über das große Los Kickers Offenbach. „Gott sei Dank hat es am Ende gegen einen sehr starken Gegner gereicht. Wir sind glücklich und erleichtert, denn Friedberg hat nicht umsonst in der Runde zuvor den Drittligisten Wehen Wiesbaden ausgeschaltet“, konstatierte Fernwalds Trainer Daniyel Bulut.

Wir haben gezeigt, dass wir Fußball spielen können.

Carsten Weber


Den Schlüssel zum Erfolg sah der Coach in der frühen Führung. „Da waren wir eiskalt und haben danach alles dafür getan, um zu gewinnen. Der Wille war einfach entscheidend“, erklärte Bulut. Sein Amtskollege Carsten Weber war trotz des Ausscheidens nicht unzufrieden: „Nichtsdestotrotz haben wir gezeigt, dass wir guten Fußball spielen können. Der nicht gegebene Elfmeter war hart, dazu die zwei Kopfballchancen. Es wäre möglich gewesen hier zu gewinnen. Mit dem Auftritt bin ich zufrieden, sehr unzufrieden aber mit dem Ergebnis.“ Bulut konnte sich in der Euphorie dann einen kleinen Seitenhieb auf die Offenbacher Kickers verkneifen: „Wir wünschen dem OFC den Aufstieg, nicht aber den Pokal.“

Statistik

FSV Fernwald: Sahin; Burger, Kaguah, Sesay, Göbel (90.+2 Dinler) - Hendrich, Grönke - Bender (63. Mukasa), Hofmann - Solak, Richter (78. Markiewicz).
Türk Gücü Friedberg: Koob; Häuser, Saighani, Dudda, Fukuhara (75. Yikilmaz) - Henrich, Schorr - Jost (23. Usic), Mahmudov, Imek - Michel.
Schiedsrichter: Mirko Radl (Olympia Biebesheim). Zuschauer: 337.
Tore: 1:0 Erdinc Solak (6./29.), 2:1 Demyan Imek (49.).
Besonderes Vorkommnis: Fernwalds Torhüter Mithat Sahin hält Foulelfmeter von Friedbergs Noah Michel (35.). 

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