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Hessenpokal-Abenteuer geht in die Verlängerung

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Von: Tobias Konrad

Marek Weber SG Bronnzell gegen Manuel Schmidt ESV Hönebach
Drin, oder nicht drin? Bronnzells Marek Weber zieht ab, Hönebachs Kapitän Manuel Schmidt (Nummer 15) kann nicht mehr blocken. © Charlie Rolff

Die erstmalige Teilnahme der SG Viktoria Bronnzell im Bitburger Hessenpokal geht in die Verlängerung. Im osthessischen Duell beim Gruppenligisten ESV Hönebach siegte der Verbandsligist 4:0 (1:0).

Im vergangenen Jahr spielte Hönebach erstmals seit etlichen Jahren wieder im Kreispokal – und hat prompt den Titelgewinn feiern dürfen. Somit kehrte der Hessenpokal zurück an den Sportplatz an der Autobahn, mit Bronnzell jedoch nicht der erhoffte namenhafte Gegner. Die Viktoria unterlag im Fuldaer Wettbewerb zwar der Barockstadt, doch die SGB ist als Regionalligist für das Achtelfinale gesetzt. Der Neu-Verbandsligist darf zumindest auf eine Revanche für die 0:5-Finalniederlage hoffen, das Erreichen der zweiten Runde war beim ESV zu keiner Zeit in Gefahr.

Die Eisenbahner genossen noch am Wochenende die Kirmes und schöpften Mut aus den zurückliegenden Auftritten gegen den Gast. Die beiden Heimspiele in der Gruppenliga endeten 1:1, das Duell in Bronnzell endete mit einem wahnwitzigen 5:4 für das Team von Tino Jäger. Doch für den Hönebach-Coach hatte die Erstrundenpartie nicht die allergrößte Bedeutung, verlief der Start in der Liga mit nur einem Punkt aus zwei Spielen ernüchternd. Die sonntägliche Partie in Horas war Jäger wichtiger, was allein vier Wechsel in der Halbzeit deutlich machten. „Für uns zählt, dass wir in die Spur kommen“, erwiderte Jäger.

Hönebach nur vor der Pause gefährlich, Bronnzell souverän in die zweite Hessenpokal-Runde

Zumindest vor dem Pausentee hätte das klassentiefere Team für einen spannenderen Spielverlauf sorgen müssen. Bronnzell war von Beginn an bemüht, die Favoritenrolle zu erfüllen. Und so war die Führung nach einer Viertelstunde durchaus verdient, als Johannes Ruppert mit einem Diagonalball Christoph Sternstein fand. Der Neuzugang traf aus spitzem Winkel, Marius Bommer unterschätzte den Seitenwechsel zuvor. Allgemein agierte der Verbandsligist immer wieder mit Diagonalbällen und zog so die Defensive der Eisenbahner auseinander.

Bis Mitte des Durchgangs dauerte es, ehe Hönebach angekommen war. Marcel Katzmann wurde in die Tiefe geschickt, verzog aber (24.). Neun Minuten später hätte er für den Ausgleich sorgen müssen, am zweiten Pfosten stehend war die Latte nach einem Dropkick im Weg. Der Außenseiter nutzte den einzigen richtigen Hochkaräter nicht, so dass die Viktoria ihren Stiefel spielen konnte. Teilweise gelangen die Kombinationen über mehrere Stationen richtig gut, wie Carl-Philipp Jäger, Christoph Sternstein und Marek Weber zeigten (24.). Als „Knackpunkt“ bezeichnete Hönebachs Trainer das verpasste 1:1, „und ich hätte mir gewünscht, dass es länger 1:0 steht. Vielleicht wäre etwas möglich gewesen. So ist die Niederlage allemal verdient.“

Spätestens nach dem Seitenwechsel herrschten klare Verhältnisse. Rupperts 2:0 (abgefälschte Direktabnahme, 49.) sorgte für die Vorentscheidung, spätestens das 3:0 durch Jan-Niklas Jordan (Abstauber, ESV-Keeper Kevin Geppert parierte zuvor einen Handelfmeter von Weber, 59.) war die Entscheidung. Dass die Elf von Stefan Dresel gut kicken kann, wurde zudem beim 4:0 durch Weber deutlich. Es war sinnbildlich für die 90 Minuten, denn ein Diagonalball inklusive direkter Weiterleitung gingen voraus (73.). „Es war ein solider Auftritt, in dem wir stets die Kontrolle hatten. Wir haben die Hürde genommen und ich bin glücklich, dass wir trotz der Rotation auf fünf Positionen uns gut präsentiert haben“, resümierte Bronnzell-Coach Dresel.

Statistik

ESV Hönebach: N. Katzmann (46. Geppert); Bommer, Schmidt, Herbig (46. Ehmer), Bohle – Störl (46. Zilch), Kunze, Emmerich – Lindemann (73. Veselcic) – Kleinschmidt, M. Katzmann (46. Schwarz).
SG Viktoria Bronnzell: Hofacker; Ruppert (65. Dinov), Ruppel, Pecks, Jäger (46. Dugan) – Hohmann (73. Kern), Weiß – Schneider (45. Sandner), Horenkamp (57. Jordan), Sternstein – Weber.
Schiedsrichter: Aziz Haj Nasr (SVH Kassel).
Zuschauer: 210.
Tore: 0:1 Christoph Sternstein (15.), 0:2 Johannes Ruppert (49.), 0:3 Jan-Niklas Jordan (59.), 0:4 Marek Weber (73.).
Besonderes Vorkommnis: Kevin Geppert (Hönebach) pariert Handelfmeter von Marek Weber (59.).

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