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„Wir haben Bock auf DFB-Pokal“

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Von: Tino Weingarten

Fußball 2014-2015/Hessenliga 2014-2015/TSV Lehnerz (blau) - TSV Steinbach (rot) 1:2
Als sich die Teams letztmals in Lehnerz gegenüberstanden, gab es noch den TSV Lehnerz. Zwei der wenigen, die noch heute Bestandteil der Vereine sind: Patrick Schaaf (links) ist SGB-Kapitän, fällt aber aus. Hüsni Tahiri ist Co-Trainer von Steinbach Haiger. © Charlie Rolff

Es ist das größte Spiel der noch jungen Geschichte der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz. Morgen (18 Uhr) reist Regionalligist TSV Steinbach Haiger – Wettbewerbssieger von 2020 – zum Hessenpokal-Halbfinale an.

Vieles hat sich seit dem letzten Aufeinandertreffen im Oktober 2016 im Hessenpokal-Achtelfinale in Lehnerz verändert. Aus dem TSV Lehnerz ist mittlerweile die SG Barockstadt entsprungen, aus dem damaligen Kader sind einzig noch Julian Pecks und Patrick Schaaf übrig geblieben. Noch größer ist diese Rochade beim TSV Steinbach Haiger, der das Duell an jenem Samstagnachmittag mit 4:0 gewann. Bereits zwei Jahre zuvor ging das letzte Ligaspiel beider Teams über die Bühne. Am 30. August 2014 – bei Lehnerz spielten noch Leon Pomnitz und Dominik Rummel – siegte ebenfalls Steinbach – dank eines Doppelpacks von Hüsni Tahiri. Der wird auch am Mittwoch wieder in Lehnerz sein, allerdings als Co-Trainer. Mehr ist beim heutigen Regionalliga-Spitzenteam nicht übrig geblieben.

TSV Steinbach Haiger kann Fokus ganz auf den Hessenpokal legen

Der Kader des TSV ist mittlerweile erheblich stärker geworden, das weiß Barockstadt-Trainer Sedat Gören. Er spricht mehrmals von der besten Mannschaft, die noch im Hessenpokal vertreten ist. „Da sind nur Spieler im Kader, die mindestens Regionalliga-Niveau haben, wenn nicht sogar höher. Da reicht es, sich das Spiel gegen Offenbach anzusehen. Die musst du erstmal so souverän 3:0 schlagen, Offenbach hatte keine Chance“, sagt Gören.

Steinbach Haiger hat den OFC damit aus dem Aufstiegsrennen geworfen. Aus dem sich der Verein an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen allerdings vor zwei Wochen ebenso verabschiedet hat. Gören und Co. haben dem TSV die Daumen gedrückt. Zumindest, bis das Hessenpokal-Spiel über die Bühne gegangen ist: „Wir haben uns sehr gewünscht, dass sie bei diesem Spiel noch mit im Rennen sind. Das ist unser Pech. Jetzt hört man aus allen Ecken, dass sie ihren vollen Fokus auf den Pokal legen. Sie haben nur noch das, um ihre Ziele zu korrigieren.“ Top-Scorer Dennis Chessa, Regisseur Paul Stock oder Klopp-Zögling Jannik Bandowski – sie alle werden mit hoher Wahrscheinlichkeit in Lehnerz auflaufen.

Dorthin verlegte die SG Barockstadt das Pokal-Halbfinale. „Der Platz ist enger, wir haben mehr Kontakt nach außen, zu den Zuschauern. Die werden uns nach vorne pushen, denn wann hat es so ein Spiel zuletzt gegeben?“, betont Gören. Letztmals im Finale stand Borussia Fulda 1999. Und verlor 0:4 gegen den SV Darmstadt. Für Zuschauer gilt vonseiten der SGB der Hinweis: Der Parkplatz direkt vor dem Sportgelände ist wegen Bauarbeiten gesperrt. Der Verein bittet, auf dem BGS-Parkplatz oder in der Marie-Curie-Straße zu parken. Eine weitere Kasse ist unter dem Kunstrasen-Platz geöffnet.

HFV überträgt Hessenpokal-Halbfinale im Livestream

Die Frage nach dem Favoriten stellt sich nicht. Gören hofft, dass der stärkste Verein im Wettbewerb einen schlechten Tag erwischt – und seine Mannschaft gleichzeitig einen exzellenten. Dann könnte das Weiterkommen gelingen, der Finaleinzug. Der DFB-Pokal wäre nur noch ein Spiel entfernt. „Für den Verein und jeden Fußballer ist das super. Wir haben auf jeden Fall Bock auf sowas“, sagt Gören. Für die SG Barockstadt ist es das größte Spiel der noch jungen Vereinsgeschichte – Steigerungen sind vonseiten der SGB erwünscht. Für alle Daheimgebliebenen: Der Hessische Fußball-Verband bietet einen Livestream mit Kommentar auf YouTube an.

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