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Der Pokalcoup soll wiederholt werden

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Der SV Heddernheim möchte heute Abend für eine Sensation sorgen.
Der SV Heddernheim möchte heute Abend für eine Sensation sorgen. © Verein

Der SV 07 Heddernheim träumt von neuerlichem Coup gegen Rot-Weiss Frankfurt: Heute Abend (20 Uhr) trifft der Kreisoberligist im Halbfinale des Kreispokals auf den Verbandsligisten – und beschwört den Geist eines der größten Spiele der jüngeren Vereinsgeschichte herauf.

Wir schreiben den September 2017: Heddernheim, Stammgast in der KOL Frankfurt, musste für ein Jahr durch die Mühlen der A-Liga, während die letzten Tage vom heutigen Regionalliga-Trainer Daniyel Cimen bei Rot-Weiss Frankfurt angebrochen waren. Im Zweitrundenduell war der Hessenligist turmhoher Favorit, doch Heddernheims Sturmikone Oliver Solarz drehte binnen acht Minuten ein 0:1 in den 2:1-Sieg. Die Pokalsensation war perfekt.

Heute kann Solarz nicht mithelfen, der Stürmer spielt zwar noch immer für die Nullsiebener, doch hat er sich im Achtelfinale des Pokals verletzt und wird das Team nur in seiner Rolle als Co-Trainer anfeuern und dirigieren können. Und an den Septembertag anno 2017 erinnern. „Wir werden sicherlich auch noch einmal die Videos von damals herausholen, um gerade unseren jüngeren Spielern zu zeigen, was wir damals geschafft haben“, erklärt Heddernheims Pressesprecher Pedro Acebes, der nicht zuletzt durch seine Tätigkeit als freier Mitarbeiter für Torgranate und diverse Tageszeitungen in Hessens Fußball bekannt wie ein bunter Hund ist und insbesondere Trainer Andreas Berggold und den Spielausschussvorsitzenden Klaus Schleicher für die seit Jahren gute Arbeit lobt.

Auch im zweiten Halbfinale ein Kreisoberligist

Heute Abend wird auch Acebes zittern, bangen und hoffen. „Es ist aber vollkommen klar, dass wir ganz klarer Außenseiter sind, wenngleich es diesmal nur noch zwei und nicht mehr vier Ligen Unterschied sind. Bei uns muss alles passen, Rot-Weiss darf nicht den besten Tag erwischen.“ Acebes erhofft sich eine gute Kulisse. 150 bis 200 Zuschauer erwartet er an der Brühlweise im Nordwesten der Stadt. Groundhopper wird sie wie üblich per Hand zählen.

Gelingt ein Sieg, wäre der größte Triumph in der Pokal-Vereinsgeschichte perfekt: Das Finale erreichten die Heddernheimer noch nie, vor mehr als einem Jahrzehnt scheitert Nullsieben im Halbfinale am damaligen Oberligisten FSV Frankfurt. Damals tauschten die Teams das Heimrecht, und Heddernheim durfte auf dem Bornheimer Hang antreten.

Titelverteidiger ist der FC Kalbach und damit ebenfalls ein Kreioberligist. In der Vorsaison hatten viele höherklassige Teams ob des straffen Zeitplans den Pokal nicht ernstgenommen. Diese Saison ist das anders, denn auch im anderen Halbfinale steht ein Verbandsligist: Die SG Bornheim/Grün-Weiss will morgen (19.30 Uhr) nicht bei Heddernheims Ligakonkurrent Kosova scheitern.

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