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Neuauflage des Pokalendspiels von 2021 perfekt

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Von: Tobias Konrad

Luis Veapi SG Niederaula/Kerspenhausen
Luis Veapi brachte Kreisoberligist SG Niederaula/Kerspenhausen im Bitburger-Kreispokalhalbfinale gegen Gruppenligist FSV Hohe Luft mit 1:0 in Führung. Der Außenseiter freut sich über die neuerliche Teilnahme des Endspiels im kommenden Jahr. © Memento36

Der Außenseiter hat den Favoriten im Bitburger-Kreispokalhalbfinale Hersfeld/Rotenburg überrascht. Kreisoberligist SG Niederaula/Kerspenhausen setzte sich vollauf verdient mit 3:0 (1:0) gegen Gruppenligist FSV Hohe Luft durch und machte die Neuauflage des Endspiels von 2021 gegen Ligakonkurrent SG Neuenstein perfekt.

Während Neuenstein das Endspiel geschenkt bekam, da der FV Friedlos corona-bedingt absagen musste, erspielte sich die SGNK mit einer sauberen Leistung das Cup-Finale im kommenden Frühjahr. Das Allheilmittel am Donnerstagabend waren die zügigen Umschaltmomente der Elf von Ernest Veapi und allen voran Linksaußen Fabian Koch. Der ehemalige Steinbacher war stets Anspielstation nach Ballgewinn, nutzte ein ums andere Mal sein Tempo und war an allen Treffern der Hausherren beteiligt. Beim 1:0 wollte er die Führung selbst erzwingen, machte Dampf, scheiterte aber an FSV-Keeper Nils Freudenberger. Koch setzte nach, stocherte zu Luis Veapi und beide belohnten das eigene Team (36.). Denn vier Minuten zuvor hatte Tom Leon Bunselmeyer Pech, scheiterte er am Pfosten des Hersfelder Kastens, während nach einer Viertelstunde Markus Schaub im Strafraum geblockt wurde. Der Favorit von der Hohen Luft enttäuschte, SGNK-Schlussmann Marvin Freisinger musste nur bei Johann Eirichs harmlosen Freistoß zupacken (34.).

Mit etwas mehr Schwung kam der Gruppenligist aus der Pause, doch die Bemühungen sollten im Keim erstickt werden. Natürlich war es Koch, der den Assist gab, wenngleich über Umwege. Seinen harten Distanzschuss parierte Freudenberger vor Bunselmeyers Füße – 2:0 (51.). Es nahm den Gästen um Trainer Waldemar Hafner den Wind aus den Segeln, spätestens das 3:0 durch Koch (68.) – natürlich nach einem Ball in die Tiefe inklusive Sprint – machte den Deckel auf das Treiben. Die Gäste, mit einem 5:2 über den VfL Philippsthal und einem 5:0 über den Hattenbacher SV zuvor, fanden nie ein Mittel gegen die Defensive der Hausherren. Lediglich Christian Dick sorgte für ein Hauch von Gefahr, als er nach einer Flanke aufs Tor spitzelte und Freisinger zumindest nachpacken musste (59.). Der Kreisoberligist, im Achtelfinale gegen Nentershausen/Weißenhasel/Solz (5:0) und im Viertelfinale gegen die SG Hessen/SVA/Spvgg. (8:0) erfolgreich, blieb auch im dritten Pokalspiel ohne Gegentreffer und kann sich nun auf das Endspiel gegen den derzeitigen KOL-Tabellenführer Neuenstein freuen. Wie 2021 – und nach jenem Endspiel hat die SGN gewiss noch eine Rechnung offen. Mit 8:1 führte Niederaula/Kerspenhausen das Team von Christian Pfeiffer vor, das bereits nach zwölf Minuten in Unterzahl agieren musste.

„Glanztag“ auf der einen Seite, „fehlende Geschlossenheit“ auf der anderen Seite

„Sehr zufrieden“ mit der Leistung seiner Jungs war Veapi und sah „wohl das beste Spiel in der noch jungen Saison. Ich kann niemanden herausheben. Aber es geht noch besser. Wir sind schlecht in die Runde gestartet und müssen einiges aufholen.“ Auf Kochs Leistung angesprochen meinte Veapi, „dass er einen Glanztag erwischt hat“.

Ganz anders war die Laune bei seinem Gegenüber. Hafner trommelte seine Mannen zusammen und besprach im Kreis für zehn Minuten das Erlebte. „Die Leistung war überhaupt nicht gut, Niederaula hat total verdient gewonnen. Der Faktor war, dass sie Geschlossenheit an den Tag gelegt haben und füreinander gelaufen sind. Wir dagegen bleiben nach einem Ballverlust stehen. Selbst wenn das Spiel weitere 90 Minuten gegangen wäre, hätten wir kein Tor geschossen“, erläuterte der FSV-Trainer.

SG Niederaula/Kerspenhausen: Freisinger; Bernt, Richardt, Orth, Völker – Bunselmeyer, Wirth, Schaub, Koch – Veapi, Kohlstädt (Jäger, Most, Rohrbach).
FSV Hohe Luft: Freudenberger; Gerharz, Schaubert, Eyerich, Hasanovic – Preis, Nöding – Perteshi, Dick, Eirich – P. Belosicky (Piecha, J. Belosicky).
Schiedsrichter: Jan-Philipp Finkler (TSV Wölfershausen).
Zuschauer: 140.
Tore: 1:0 Luis Veapi (36.), 2:0 Tom Leon Bunselmeyer (51.)., 3:0 Fabian Koch (68.).

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