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Motten ärgert die Verbandsligisten

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Von: Ralph Kraus

Der SC Motten/Kothen (im Hintergrund Spielertrainer Marius Gruber) lieferte sich ein packendes Duell mit dem haushohen Favoriten aus Johannesberg
Der SC Motten/Kothen (im Hintergrund Spielertrainer Marius Gruber) lieferte sich ein packendes Duell mit dem haushohen Favoriten aus Johannesberg. © Rolf Herchen/Charlie Rolff

Am 15. September 2016 schmiss der SC Motten den damaligen Gruppenligisten SG Johannesberg nach einem 4:4 mit 9:8 im Elfmeterschießen völlig überraschend aus dem Kreispokal. Das konnten die Johannesberger, mittlerweile längst in der Verbandsliga zu Hause, diesmal beim 2:0 (1:0)-Sieg mit ganz viel Mühe verhindern.

Allerdings machten die A-Ligisten aus Motten und Kothen dem haushohen Favoriten das Leben über die vollen 90 Minuten unglaublich schwer. Mit einer starken Teamleistung und ein bisschen Glück hielten die Bayern das Duell auch diesmal bis zum letzten Atemzug offen.

Alles andere als gut tat Johannesberg die frühe Führung. Statt konzentriert weiterzuspielen, wurde das Spiel der Elf von Anton Balz immer schlechter. Immer wieder schlug man - vor allem vor der Pause - „Langholz“, ein Unterschied von drei Klassen war nur selten zu sehen.

Klar: Johannesberg hatte etliche gute Chancen wie die Alu-Treffer von Christoph Möller (7.) und Bartosz Witkowski (26.) und scheiterte mehrfach an den beiden starken Mottener Keepern Felix Schleicher und Jannek Schuhmann. Alles in allem war der Auftritt der Gäste aber desolat und über weite Strecken indisponiert. Und das trotz top Besetzung. „Warum soll ich Leuten freigeben, denn normalerweise hätten wir ja Training gehabt“, machte SGJ-Coach Anton Balz klar.

Deutlich wurden auch gegen den unterklassigen Gegner immer wieder die Schwächen im Defensivspiel der Johannesberger. Motten/Kothen, das eine super disziplinierte Mannschaftsleistung zeigte und während der ersten Halbzeit immer mutiger wurde, hatte eine ganze Reihe an guten Möglichkeiten, die wohl jeder Verbandsligist zu Toren und so mindestens zum 1:1 genutzt hätte.

Auch nach der Pause hatte Motten/Kothen sogar die Chance, das 1:1 zu machen. So, als Johannesbergs Keeper Jevericic völlig orientierungslos durch seinen Strafraum irrte und Dusel hatte, dass er schließlich in der Konfusion den Schuss von Niko Schreiner parieren konnte (53.). Richtig Dusel hatte Johannesberg nach einem Foulspiel des wieder eingewechselten Habzic an Niko Schreiner. Nicht wenige sahen hier einen klaren Elfmeter für die Außenseiter (84.).

So aber machte Jan Henrik Wolf kurz vor Ende den Deckel drauf. Im Achtelfinale wartet auf Johannesberg nun die Reise zur SG Ulstertal nach Tann oder Lahrbach.

SC Motten: Schleicher (46. Schuhmann); Bug, Vogler, Mott, Seufert, Gruber, Schreiner, Röhrig, J. Müller, M. Müller (79. Leibold), Herbert.
SG Johannesberg: Jeverecic; Kamdem, Milankovic (46. Hussein), Schwarz, Habte, Hazbic (46. Bardushi), Wolf, Gjocaj, Witkowski, Möller, Görner (46. Odenwald).
Schiedsrichter: Gerhard Wiegand (Flieden).
Zuschauer: 60.
Tore: 0:1 Bartosz Witkowski (4.), 0:2 Jan Henrik Wolf (88.).

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