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„Heimspiel“ im Städtischen Stadion

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Von: Ralph Kraus

Johannes Ruppert von der SG Bronnzell hat seine Knöchelverletzung auskuriert und kann im Hessenpokal gegen die SG Bad Soden wieder spielen
Johannes Ruppert von der SG Bronnzell hat seine Knöchelverletzung auskuriert und kann im Hessenpokal gegen die SG Bad Soden wieder spielen. © Charlie Rolff

Für die SG Bronnzell ist die Teilnahme am Bitburger Hessenpokal etwas ganz Besonderes: Erstmals in der 103-jährigen Geschichte des Vereins hat sich die Viktoria für den Wettbewerb qualifiziert und träumt vor dem Zweitrundenspiel gegen die SG Bad Soden von den „fetten“ Lostöpfen.

„Für uns als Verein ist es etwas Großartiges, dass wir im Hessenpokal mitspielen dürfen. An so was war vor ein paar Jahren noch nicht zu denken“, macht der Sportliche Leiter, Matthias „Thies“ Weber deutlich. Verständlich, dass Bronnzell sich nach dem Erstrundensieg beim Gruppenligisten ESV Hönebach (4:0) ein Heimspiel gewünscht hatte und die Partie gegen den Verbandsliga-Rivalen SG Bad Soden auch liebend gerne in der heimischen „Heppeau“ ausgetragen hätte.

SG Bronnzell spielt im Stadion der Stadt Fulda

„Allerdings haben wir zu Hause kein Flutlicht. Daher haben wir versucht, das Spiel auf 18 Uhr nach vorne zu verlegen. Dem Wunsch hat Bad Soden aber nicht entsprochen, weil durch die frühere Anstoßzeit beim Gegner zu viele Spieler berufsbedingt ausgefallen wären. Also blieb uns nur die Anstoßzeit um 19.30 Uhr und entsprechend die Suche nach einem passenden Spielort“, erläutert Weber.

Die Liste der möglichen Plätze war lang. Die Liste der Absagen, die sich Bronnzell einhandelte, ebenso. Unter anderem war die Viktoria geneigt, auf dem Platz von FT Fulda zu spielen, was aber schiefging, weil FT das Gelände durch Trainingsbetrieb selbst benötigt. Auch Neuenberg war im Gespräch, dazu der alte BGS-Platz in Lehnerz. „Das wäre aber super schade gewesen, denn so ein Spiel auf diesem Gelände spielen zu müssen, das wäre schon bitter“, weiß Weber.

Und so dauerte es bis einen Tag vor dem geplanten Anpfiff, ehe die Entscheidung gefallen war. Am Dienstagvormittag wies die Stadt der SG Bronnzell das Stadion in der Johannisau zu. Darüber sind die Bronnzeller sehr glücklich. „So passt der Rahmen für das Spiel. Dass das geklappt hat, darüber sind wir wirklich glücklich“, betont der Sportliche Leiter der Bronnzeller.

Im Achtelfinale winken Kickers Offenbach, Hessen Kassel oder SG Barockstadt

Für seinen Verein ist es das erste Mal, dass man „Gastgeber“ im Stadion sein wird. „Als Borussia Fulda in die Gruppenliga abgestiegen war, da haben wir zum bisher einzigen Mal im Stadion gespielt“, erinnert sich Weber. Das war im Oktober 2013. Bronnzell verlor mit 0:4.

„Wir wissen, dass wir krasser Außenseiter sind, aber träumen ist doch erlaubt“, sagt Weber. „Schließlich wären im Achtelfinale die dicken Brocken wie Kickers Offenbach, Hessen Kassel oder auch das Derby gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz möglich. Das wäre schon ein Knaller. Aber da müsste wirklich alles passen“, so Weber, dessen Club gegen Bad Soden wieder auf Johannes Ruppert zurückgreifen kann, der beim 3:4 gegen Sandershausen mit einer Knöchelverletzung vom Feld musste. Auch Sebastian Dinov wird wohl wieder zur Verfügung stehen. Dafür fehlen der privat verhinderte Marco Weiss, der gesperrte Enes Dugan sowie die Langzeit- und Dauerverletzten Ritzel, Jordan, Wind und Breunung.

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