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Wehen-Wiesbaden im Viertelfinale

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Teklu Tewelde traf für den Außenseiter Bornheim gegen Drittligist Wehen-Wiesbaden
Teklu Tewelde traf für den Außenseiter Bornheim gegen Drittligist Wehen-Wiesbaden © Bornheim Grün-Weiss

Wie erwartet ist Verbandsligist SG Bornheim/Grün-Weiß im Achtelfinale gegen den Drittligisten SV Wehen Wiesbaden aus dem Bitburger Hessenpokal ausgeschieden. Der Frankfurter Kreispokalsieger unterlag am Mittwochabend vor rund 900 Zuschauern dem Proficlub aus der Landeshauptstadt mit 3:7 (0:3). Rund 40 vereinseigene Ordner hatten dazu beigetragen, dass das bisher größte Spiel der Vereinsgeschichte reibungslos über die Bühne gehen konnte.

„Unser Sportgelände verfügt eigentlich nicht über die nötige Infrastruktur für ein solches Event“, sagte der Sportliche Leiter Daniel Krieg-Lieberich schon im Vorfeld. Der Club musste diverse Auflagen erfüllen, um die Partie auf dem eigenen Kunstrasenplatz austragen zu dürfen, der direkt im Wohngebiet neben einem Supermarkt liegt. Das Publikum stand dicht gedrängt auf einer Seite in mindestens drei Reihen, denn auf der anderen Seite können keine Zuschauer stehen.
 
Interessante Randnotiz: Zeitgleich spielte Nachbar FSV Frankfurt in der Regionalliga Südwest gegen Mainz 05 II und zog nur 650 Zuschauer an. Bornheim, als letztjähriger Vizemeister der Verbandsliga Süd keine Laufkundschaft, hatte in den ersten beiden Runden des Bitburger Hessenpokals den Ligakonkurrenten JSK Rodgau (4:0) und Hessenligist FC Erlensee (im Elfmeterschießen) ausgeschaltet. Bekanntester Spieler ist der langjährige Hessenliga-Spieler Tim Fließ. Im Spielverlauf spielte der frühe Führungstreffer der Gäste durch Johannes Wurtz (7.) den Gästen in die Karten, die zeitig durch Amin Farouk (19.) und Ivan Prtajin (25.) einen komfortablen Drei-Tore-Vorsprung erzielt hatten. Bornheim war zwischendurch durch Spielmacher Teklu Tewelde zu einem gefährlichen Distanzschuss gekommen (11.) und erarbeitete sich weitere gute Abschlüsse durch Stürmer Lukas Knell.
 
Im zweiten Abschnitt setzte sich der Torreigen fort, Lucas Brumme erhöhte auf 4:0 für den Drittligisten (53.), ehe Bornheim nach einer Tewelde-Ecke durch Natsuki Wadas Kofball zum ersten Treffer kam (63.). Postwendend stellte wiederum Brumme den alten Abstand wieder her (65.). Dann verwandelte Tewelde einen Eckball im „Mario Basler-Stil“ direkt und sorgte so für das schönste Tor des Abends (74.). Wieder zeigte sich Wehen Wiesbaden unbeeindruckt und traf im Gegenzug durch Benedict Hollerbach (75.), der auch den siebten Treffer erzielte (85.). Den Schlusspunkt unter eine keineswegs einseitige Partie setzte dann ein Eigentor von Max Reinthaler (87.), der den immerhin dritten Bornheimer Treffer brachte (87.). „Wir haben uns das Spiel einen Tick spannender gewünscht“, sagte Bornheims Trainer Sascha Volk nach dem Abpfiff.
 
„Das erste Tor kam zu früh, das darf nicht passieren. Der Gegner hat in dieser frühen Phase kleine Fehler bestraft. Die Mannschaft hat weiter an sich geglaubt und versucht, Tore zu erzielen. Leider haben wir immer im Gegenzug den Konter bekommen. In vielen Phasen hat man den Klassenunterschied gesehen, aber die Mannschaft hat einen richtig guten Job gemacht. Wir müssen nun genauso mit dieser Geschlossenheit in der Liga auftreten, dann ist noch einiges möglich“, meinte Volk. Bornheim belegt in der Verbandsliga Süd aktuell Rang sieben. Für den SV Wehen Wiesbaden geht es im Bitburger Hessenpokal im Viertelfinale beim Sieger der Partie zwischen dem Kasseler Gruppenligisten FC Homberg (Effze) und Nord-Verbandsligist FSV Dörnberg weiter.

SG Bornheim/Grün-Weiß: Colombo; Rasch Hegelund, Schmanke (72. Kadrijaj), Babot, Fließ, Wada (72. Schuster) - Troll (58. B.Schwarz), Lafortune (58. Lettieri) - J.Schwarz (58. J.Tewelde), T. Tewelde - Knell.
SV Wehen Wiesbaden: Lyska; Fechner, Reinthaler, Rieble - Heußer, Jacobsen (62. Bsullak) - Farouk, Wurtz (46. Najar), Brumme - Prtajin (46. Hollerbach), Froese (46. Elouarti).
Schiedsrichter: Steffen Rabe (VfB Wetter).
Zuschauer: 895. 
Tore: 0:1 Johannes Wurtz (7.), 0:2 Amin Farouk (19.), 0:3 Ivan Prtajin (25.), 0:4 Lucas Brumme (53.), 1:4 Natsuki Wada (63.), 1:5 Lucas Brumme (65.), 2:5 Teklu Tewelde (74.), 2:6, 2:7 Benedict Hollerbach (75./85.), 3:7 Max Reinthaler (87., Eigentor).

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