1. torgranate
  2. Granatenstark
  3. Frauen

Bekommen Schwing und Henke ihr Abschiedsspiel?

Erstellt: Aktualisiert:

Gegen Sand konnte Vivien Schwing (links, mit Valerie Roth) ihren letzten Regionalliga-Treffer für Gläserzell bejubeln. Die Torjägerin wird den Verein verlassen. Foto: Charlie Rolff
Gegen Sand konnte Vivien Schwing (links, mit Valerie Roth) ihren letzten Regionalliga-Treffer für Gläserzell bejubeln. Die Torjägerin wird den Verein verlassen. © Charlie Rolff

Groß war die Freude beim SV Gläserzell nach dem ersten Saisonsieg in der Frauen-Regionalliga. Etwas getrübt wurde die Stimmung durch einen positiven Corona-Schnelltest am nächsten Tag, weshalb das Hessenpokalspiel abgesetzt wurde.

Eigentlich hätte der SVG am Mittwochabend (19.30 Uhr) bei Süd-Verbandsligist Haitz um den Einzug in die dritte Runde des Hessenpokals gekämpft. Die Partie wurde jetzt erst einmal auf den 27. November verlegt. "Das Spiel soll von Verbandsseite aus unbedingt noch in diesem Jahr durchgezogen werden. Wir testen uns jetzt täglich und machen kein Training, würden dann nächstes Wochenende kalt antreten oder zur Not absagen, wenn noch mehr Fälle auftreten", erklärt Trainer Felix Dorn.

Sollte die Partie übernächsten Samstag stattfinden können, würde für zwei Spielerinnen ein Abschiedsspiel anstehen. Vivien Schwing und Carla Henke werden den SVG sowie die Region Fulda studienbedingt verlassen. "Das ist für uns eine große Schwächung. Gerade Vivien, die vier unserer fünf Tore geschossen hat, können wir nicht eins zu eins ersetzen", bedauert Dorn, der Augen und Ohren für Neuzugänge offenhält, die Lücke ansonsten aber durch Spielerinnen aus dem eigenen Kader schließen möchte.

"Ich vertraue der Mannschaft, die auch in der nächsten Saison unseren Kader bilden soll. Wir werden die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen", denkt der Trainer beispielsweise an Celine Gerhard, die aufgrund der Systemumstellung auf eine Stürmerin weniger zum Zug kam, in der Hessenliga-Zeit aber schon viele Tore erzielen konnte. Auch junge Spielerinnen wie Emma Kessler oder Louise Willmer können laut Dorn in die Rolle hineinwachsen.

Mächtig Rückenwind soll jedenfalls der erste Saisonsieg, das 1:0 gegen Sand II, für die Rückrunde bringen. "Die Mannschaft hat nach Schlusspfiff gefeiert, als hätte sie die Meisterschaft gewonnen. Es ist ein gewaltiger Brocken abgefallen, es war schön zu sehen, dass unsere Arbeit und unser Aufwand gefruchtet haben", unterstreicht Dorn, der angesichts von fünf Punkten Rückstand auf einen Relegationsplatz noch Hoffnungen hat: "Theoretisch ist alles möglich. Mit dem Sieg im Rücken ist es definitiv etwas Anderes, als wenn wir mit nichts in der Hand völlig abgeschlagen wären."

Auch interessant