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"Das spannendste Projekt, das es im Frauenfußball gibt"

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Stephan Fröhlich wird Trainer der Pilgerzeller Frauen-Mannschaft. Foto: Verein
Stephan Fröhlich wird Trainer der Pilgerzeller Frauen-Mannschaft. © Verein

Der TSV Pilgerzell hat einen neuen Trainer für seine Frauen-Mannschaft gefunden. Stephan Fröhlich übernimmt zur neuen Saison den Künzeller Verein, der zurzeit um den Klassenerhalt in der Hessenliga kämpft.

"Wir freuen uns, dass wir einen Trainer verpflichten konnten, der bereits über Erfahrung im Damenfußball verfügt und überall Erfolge gefeiert hat", sagt Gianni Leonangeli aus dem Vorstandsteam des TSV über den neuen Trainer. Fröhlich trainiert seit 2020 und bis Ende der Saison die Frauen der SG Freiensteinau in der Verbandsliga, vorher machte er sich in mehreren Mannschaften einen Namen beim SV Gläserzell, mit dem er 2015 Hessenliga-Meister wurde.

Über eine solche Vita im Frauenbereich verfügten Fröhlichs Vorgänger in Pilgerzell nicht. Nach erfolgreichen Jahren mit Marcus Neugebauer trennten sich die Wege mit Kemal Kocum und Oliver Rehberger jeweils frühzeitig. Bis Saisonende soll Interimslösung Benedikt Herget – eigentlich Seniorenspieler und Sportlicher Leiter beim TSV– dafür sorgen, dass der Club die Klasse hält. Zwei Mannschaften steigen ab, Pilgerzell ist als Vorletzter mit genauso vielen Punkten wie der Drittletzte akut gefährdet. "Wir haben nach den letzten Spielen berechtigte Hoffnungen und glauben fest an den Ligaverbleib", unterstreicht Leonangeli.

Fröhlich sieht "großes Potenzial"

Dass unklar ist, in welcher Liga sein neuer Verein im Sommer spielen wird, war für Fröhlich kein großes Thema: "Für mich ist der Job in Pilgerzell das spannendste Projekt, das es im Frauenfußball gibt. Die Mannschaft ist blutjung und sehr gut ausgebildet. Es besteht großes Potenzial, das bislang noch nicht abgerufen wurde", führt der 43-Jährige die wenig erfolgreiche Saison darauf zurück, dass junge Spielerinnen Zeit brauchten, um in der Hessenliga Fuß zu fassen, und einige B-Juniorinnen Doppelschichten schieben mussten.

"Die Situation ist ähnlich wie damals in Gläserzell, wo ich einige Spielerinnen von der B-Jugend über die zweite Mannschaft bis zur ersten Mannschaften begleitet habe. Es gilt jetzt Strukturen reinzubringen und für einen guten Teamgeist zu sorgen. Da habe ich Bock drauf", unterstreicht der Trainer, der sich auch eine Funktion im Herrenbereich hätte vorstellen können. Dass die Zeit in Freiensteinau – einem "super Verein" – zu Ende gehen würde, stand derweil schon Ende November fest: "Der Aufwand von Fulda nach Freiensteinau in Kombination mit der beruflichen Belastung macht es nicht weiter möglich."

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