Grund zum Jubeln hatte nicht nur die erste Mannschaft des VfL Eiterfeld unter Trainer Markus Mans (hinten, rechts), sondern auch die Reserve als Vizemeister.
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Grund zum Jubeln hatte nicht nur die erste Mannschaft des VfL Eiterfeld unter Trainer Markus Mans (hinten, rechts), sondern auch die Reserve als Vizemeister.

Ein erstaunliches Debütjahr

Den zweiten Titel gibt’s geschenkt

Das absolute Maximum hat die Frauen-Abteilung des VfL Eiterfeld aus ihrem Debütjahr herausgeholt. Nach der Meisterschaft mit der Ersten und Vizemeisterschaft mit der Reserve in der Kreisoberliga Süd wurde nun auch der Kreispokal gewonnen – kampflos.

Nächsten Mittwoch hätte eigentlich das Finale stattfinden sollen, doch Gegner Ilbeshausen wird aufgrund mehrerer verletzter Spielerinnen nicht antreten können. „Die Absage tut uns sehr weh, zumal wir als klassentieferer Verein dazu bereit waren, das Spiel in Ilbeshausen stattfinden zu lassen. Für uns ist es schwer nachvollziehbar, wie man in einem Finale nicht antreten kann“, kritisiert Eiterfelds Trainer Markus Mans.

Dabei ist sein Team Spielabsagen und Nichtantritte schon gewöhnt – der einzige Makel einer sonst ziemlich perfekten Saison. Nur zehn Spiele durfte der VfL auf dem Platz sportlich gewinnen, dreimal gewann er kampflos. Das Torverhältnis (106:2) wäre sonst vermutlich noch eindrucksvoller ausgefallen.

Eiterfeld Triumphzug überrascht nicht

Überraschend kommt die erstaunliche Bilanz aber nicht. Mit vielen höherklassig erfahrenen Spielerinnen – die meisten spielten vergangene Saison noch bei Soisdorf in der Verbandsliga – war die Mannschaft schlicht zu gut für die Liga. Das zeigen Ergebnisse wie das 20:0 bei Schlusslicht Bachrain, aber auch Testspielsiege gegen Verbandsligisten und sogar Hessenligist Pilgerzell (1:0). „Das sind für uns die geilen Erlebnisse. Da sieht man das Potenzial der Mannschaft“, sagt Mans, für den die Weiterentwicklung der Spielerinnen im Vordergrund stand. „Bei dieser Truppe kannst du in dieser Liga den Erfolg gar nicht verhindern. Aber trotzdem: Hut ab vor den Mädels, die sich nie gefragt haben, warum wir diesen Aufwand betreiben.“

Die Spielerinnen, die auch neben dem Platz zu einem Team geworden sind, freuen sich schon jetzt auf ein Sommertrainingslager in Willingen, bei dem nicht nur der Sport im Vordergrund stehen soll. Wenngleich die Ziele ehrgeizig sind – und mit Defensivspielerin Marina Lermer eine Regionalliga-erfahrene Akteurin aus Gläserzell kommt. „Wir wollen 2022/23 Verbandsligist sein“, betont der 59-Jährige selbstbewusst und demütig zugleich. Auch die zweite Mannschaft, die sich in der Liga einzig hinter der Ersten einsortieren musste, möchte bestmöglich aufsteigen und künftig eine Elfer-Mannschaft stellen.

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