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Rilo Kling erhält große Verbandsehrennadel: Ergebnisse zweitrangig, Werte entscheidend

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Marie-Luise Kling erhielt aus den Händen von Johannes Götze die „Große Verbandsehrennadel“.
Marie-Luise Kling erhielt aus den Händen von Johannes Götze die „Große Verbandsehrennadel“. © Privat

Marie-Luise Kling, die alle nur Rilo nennen, ist vom Hessischen Fußball-Verband mit der höchsten Auszeichnung für Vereinsmitarbeiter ausgezeichnet worden.

Kling erhielt die „Große Verbandsehrennadel“ im Rahmen ihres 65. Geburtstags im Beisein von Freunden und Familie überreicht. Kling gehört zu den Pionieren des Frauenfußballs in Schwarzbach. In ihrem Heimatort Langenberg kickte sie gemeinsam mit ihren Brüdern und war bei der Geburtsstunde des Frauenfußballs beim späteren Bundesligisten FSV Schwarzbach unter ihrem Geburtsnamen Vilmar im Jahr 1977 dabei. Einmal lief Kling selbst in der Bundesliga auf. Ihre Töchter Daniela und Sylvia spielten später ebenfalls für Schwarzbach. Ihr Mann Winfried war in den Glanzzeiten des Vereins der ehrenamtliche Busfahrer.

Später ließ sich Kling in Mackenzell nieder und trainierte jahrelang die allerjüngsten Fußballer. Erst jetzt, an ihrem 65. Geburtstag, übergab sie das Amt an ihren „Lehrling“ Sven Bednarek, der von nun an die Bambinis trainiert. Johannes Götze überreichte als Mitglied des Kreisfußballausschusses Lauterbach/Hünfeld Urkunde und Nadel und hob in seiner Rede insbesondere den hohen Einsatz Klings und deren Wertekultur hervor: „Bei Rilo ging es nie um Ergebnisse. Es ging um glückliche Kinder. Das vergessen viele Jugendtrainer leider zu oft. Fußball soll verbinden – und das hat Rilo immer beherzigt. Sie ist ein Vorbild.“

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