1. torgranate
  2. Granatenstark
  3. Frauen

Ein Leben für den Fußball: Jana Bott tanzt auf mehreren Hochzeiten

Erstellt:

Von: Steffen Kollmann

Jana Bott JFV Gemeinde Petersberg
Bis zur vergangenen Saison konnte Jana Bott noch bei den Jungs mitspielen. Nun ist die 16-Jährige für die Juniorinnen und Frauen gleichzeitig am Ball. © Charlie Rolff

Während bei vielen Männern die Leistungsbereitschaft für den Fußball nachgelassen hat, tanzen viele junge Spielerinnen auf mehreren Hochzeiten. So wie Jana Bott, die für die B-Juniorinnen der MSG Gläserzell/Pilgerzell, aber auch die Hessenliga-Frauen des TSV Pilgerzell aufläuft. 

Mit Doppelbelastung kennt sich Jana Bott aus. Bis zur vergangenen Saison konnte die 16-Jährige sowohl bei den Mädchen als auch den Jungs spielen, lief für die MSG genauso wie für den C-Junioren-Gruppenligisten JFV Gemeinde Petersberg-Fulda auf. Und jetzt? Darf sie nicht mehr bei den Jungs, dafür aber den Frauen spielen. Und hat sich nach komplett absolvierter Vorbereitung schnell einen Platz in Pilgerzell erarbeitet. In jedem Spiel kam die Schülerin auf der Sechs zum Einsatz.

Ein Leben für den Fußball: Jana Bott ist ein Paradebeispiel

„Sie bringt alles mit, um in den nächsten Jahren bei uns im Zentrum eine bedeutende Rolle zu spielen. Sie hat eine gute Spielübersicht, wenngleich andere bei der Balleroberung besser sind“, sagt Pilgerzells Trainer Stephan Fröhlich. Bott habe zuletzt auch vom studienbedingten Ausfall von Luise Groß profitiert, kam öfter zum Einsatz als sich die Verantwortlichen das vorgestellt haben. „Wir müssen aufpassen, dass sie nicht zu viel auf dem Sportplatz ist. Wegen der Doppelbelastung mit den B-Juniorinnen wird sie bei mir nicht immer von Beginn an spielen“, betont Fröhlich.

Oder mal zur Pause ausgewechselt werden, wie beim jüngsten 0:3 in Mittelbuchen. Bott war erkältet, konnte dem Spiel nicht die gewünschten Impulse geben. „Körperlich ist der Unterschied am größten“, sagt die Petersbergerin selbst, angesprochen auf den Unterschied zwischen Juniorinnen und Frauen. Beim TSV spielt sie mit vielen Spielerinnen zusammen, die sie aus der Jugend oder Regionalauswahl kennt. Mit fünf Jahren hat Bott mit dem Fußballspielen begonnen, auch Schwester Celine und Vater Ralf, Senioren- und Jugendtrainer in Petersberg, sind ständig am Sportplatz. „Der Dienstag ist mein einziger freier Tag“, sagt Jana Bott. Mal keine Lust aufs Training haben? Das gibt es bei der 16-Jährigen nicht. Ein Leben für den Fußball: Jana Bott ist ein Paradebeispiel.

Auch interessant